Inge Müller gibt Vorsitz bei den Landfrauen ab

21 Jahre lang war Inge Müller Kreisvorsitzende der Landfrauen Blaubeuren. Nun hört sie auf. Den Landfrauen bleibt sie aber verbunden.

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Ist an ihrer Aufgabe gewachsen: die langjährige Kreisvorsitzende des Landfrauenverbands, Inge Müller.  Foto: 

Warum sind Landfrauenverbände heute noch wichtig? Inge Müller muss nicht lange überlegen. "Weil es eine Organisation nur für Frauen ist, die sich für die Belange der Frauen im ländlichen Raum einsetzt." Inge Müller (66) weiß, wovon sie spricht, war sie doch 21 Jahre lang Kreisvorsitzende des Landfrauenverbandes Blaubeuren. Darüber hinaus gibt es im Alb-Donau-Kreis auch im Gebiet Ehingen und im Raum Ulm Kreislandfrauenverbände. Das Spektrum dessen, was Landfrauen wünschen, habe sich seit der Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg stark verändert. Damals galt es, den Frauen auf dem Land, meist Bäuerinnen, eine Stimme zu geben. "Als ich anfing, waren Haushaltsthemen gefragt." Später waren Angebote wie PC-Schulungen oder die Ausbildung zur hauswirtschaftlichen Familienbetreuerin wichtig. Letzteres ermögliche Frauen auf dem Land den Wiedereinstieg in den Beruf, betont Inge Müller. Als sie 1995 Nachfolgerin von Brigitte Heinrich aus Suppingen wurde, die lange auch Landesvorsitzende war, wusste Inge Müller genau, was sie tat: "Es war eine Herausforderung, in die Fußstapfen von Brigitte Heinrich zu treten", sagt sie. "Ich habe gern Verantwortung übernommen."

Dieses Amt hat sie geprägt, wie sie sagt. Sie habe mehr Selbstwertgefühl entwickelt. "Ich mag den Umgang mit Menschen." Die Landfrauen hätten es ihr meist einfach gemacht, denn der "Umgang miteinander ist in der Regel harmonisch". Dennoch gab es auch Zeiten, "in denen ich frustriert war, mich überfordert fühlte". So gründlich ihr eigener Einstieg vor 21 Jahren erfolgte ("Ich habe mir zwei Jahre Zeit gelassen"), so gründlich war ihre Suche nach einer geeigneten Nachfolgerin. In Brigitte Huober aus Laichingen hat sie diese gefunden.

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