Geld vom Land für Eingliederungshilfe
Laichingen. 23 Behinderteneinrichtungen werden mit rund zwölf Millionen Euro gefördert. Auch das Projekt der LWV-Eingliederungshilfe in Laichingen ist darunter.
23 Behinderteneinrichtungen im Land werden mit rund zwölf Millionen Euro gefördert. Etwa die Hälfte der Summe stammt aus Landesmitteln (6,5 Millionen Euro). Der andere Teil wird aus Mitteln der Ausgleichsabgabe gedeckt. Die Landesmittel und die Mittel aus der Ausgleichsabgabe reichen aus, um alle derzeit bewilligungsreifen Vorhaben in die investive Förderung von Behinderteneinrichtungen aufzunehmen. Das teilt das baden-württembergische Sozialministerium mit.
Der überwiegende Teil der Fördermittel (rund 80 Prozent) wird für Neubau- und Ersatzneubauprojekte im Rahmen der weiteren Dezentralisierung eingesetzt. So werden 258 Wohnplätze neu geschaffen beziehungsweise alte Wohnheimplätze durch neue ersetzt. Dadurch können bestehende Großeinrichtungen schrittweise abgebaut und den Menschen mit Behinderung ein gemeindeintegriertes Wohnen ermöglicht werden.
Gefördert wird auch das Projekt der LWV Eingliederungshilfe in der Gottlieb-Daimler-Straße in Laichingen. Hier hat der LWV zunächst 15 Arbeitsplätze und Wohnmöglichkeiten für mindestens sieben Personen geschaffen. Ziel sind bis zu 60 Arbeitsplätze und 25 neue Wohnbereiche in und um Laichingen. "Menschen mit Behinderung sollen in unserer Mitte leben", sagt Sozialministerin Katrin Altpeter. "Sie sollen die Möglichkeit haben, am öffentlichen Leben teilzunehmen und ihr Leben selbst zu gestalten."
Wir bräuchten auch künftig Wohn- und Werkstätten, sagte Altpeter weiter. Auch müssten die bestehenden Einrichtungen modernisiert werden. Notwendig sei das, weil es immer mehr geistig und körperlich behinderte Menschen gebe sowie immer mehr ältere Behinderte, die Hilfe bräuchten. Ein weiterer wichtiger Baustein für eine verbesserte Lebensqualität sei auch die Einrichtung von Förder- und Betreuungsbereichen für jüngere Menschen, die aufgrund ihrer oft mehrfachen und schwersten Behinderungen nicht in einer Werkstatt tätig sein können sowie das Angebot einer sinnvollen Tagesstruktur für ältere Menschen.
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Autor: SWP | 29.07.2011
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