Wetter zu schön für Messe

Mehr als 50 heimische Firmen aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung präsentierten sich bei der dreitägigen Wirtschaftsmesse in der Michelberghalle. Es kamen 3000 Besucher - weniger als erhofft.

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Das Handwerk zeigte sich von seiner traditionellen und modernen Seite.

An den ersten zwei Tagen der dreitägigen Geislinger Wirtschaftsmesse kamen recht wenige Besucher in die Michelberghalle. "Das Wetter ist zu gut", meinte Messeorganisator Willi Dörr, "und es gab viel Konkurrenz durch andere Veranstaltungen". Am Sonntagnachmittag belebte sich das Messegelände, doch die Veranstalter hätten sich mehr Zuspruch gewünscht: An den drei Messetagen kamen laut Dörr insgesamt 3000 Besucher - bei der Wirtschaftsmesse vor drei Jahren waren es 5000.

An Messeständen war kein Mangel: Über 50 Aussteller aus den verschiedensten Bereichen drängten sich dicht an dicht in der Michelberghalle und auf dem Außengelände. Die Messe habe erneut eine große Branchenvielfalt geboten, zeigte sich Dörr angetan: "Wir hatten einen guten Mix." Vor allem Besucher, die größere bauliche Veränderungen an Haus oder Wohnung planen, kamen auf dem Messegelände voll auf ihre Kosten. Ob Wärmedämmung, Fotovoltaik, Heizungsbau oder Sanitäranlagen - die zahlreich vertretenen Handwerksbetriebe brachten Interessierte auf den neuesten Stand der Technik.

Viel Aufmerksamkeit zogen die Stände auf sich, an denen es etwas zu kosten oder auszuprobieren gab. Manchmal war das einfachste Angebot das wirksamste: Das am Stand eines Energieversorgers kostenlos verteilte Wasser lockte viele durstige Messebesucher. Neugierig machte ebenso die Küchenvorführung eines Elektromarktes: Ein Koch der WMF demonstrierte die neueste Induktionstechnik eines Herdes und ließ die Besucher von seiner frisch zubereiteten Kartoffelsuppe probieren. Die kulinarische Neugier überstieg jedoch meist das Interesse an technischer Innovation. "Die meisten kommen einfach zum Essen", nahm es der Koch mit Humor.

Auf dem Außengelände vor der Michelberghalle sorgten moderne Elektrofahrzeuge für Aufsehen. Wie betankt man ein Elektroauto? Kommt man mit Pedelec oder Segway sicher durch kurvenreiches Gelände? Hier konnten es die Besucher selbst ausprobieren.

Zu einer gesunden Wirtschaftsregion gehören Bildungs- und Förderangebote für den Nachwuchs. Die Geislinger Musikschule und die Stadtbücherei präsentierten sich Seite an Seite. Am Stand der Musikschule konnten die Kinder E-Gitarre, Bass und Keyboard ausprobieren. Über Kopfhörer konnten sie einander hören und wie eine Band zusammenspielen. Das Resultat war zumeist eine Kakofonie, den Kindern gefiel es trotzdem. "Wir werten es als Erfolg, wenn die Kinder die Instrumente einfach mal in die Hand nehmen", meinte Stefan Wich, Leiter der Geislinger Musikschule. Gleich daneben präsentierte die Stadtbücherei eine Auswahl ihres neuen Medienangebotes. Den Kindern gefielen vor allem die Sachbücher mit sprechendem "Tiptoi"-Stift . Für ältere Besucher gab es eine Einführung in die neu gestaltete Online-Bibliothek der Bücherei, über die man bequem von zu Hause aus auf digitale Medien zugreifen kann. Auf einer Schaubühne gab es ein kleines Rahmenprogramm. Die Musikschule, die Jazz-Tanzgruppe des TV Altenstadt und die jungen Englisch-Schüler der Helen Doron Sprachschule sorgten für Abwechslung.

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