Wegweiser Krebs vorgestellt

Die Selbsthilfegruppe Krebs Geislingen hat ihren „Wegweiser Krebs“ vorgestellt. Er richtet sich an Betroffene wie Angehörige.

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Der stellvertretende Vorsitzende der Selbsthilfegruppe Krebs Geislingen, Hans-Peter Fleischer, informiert im Mehrgenerationenhaus die Besucher über die Arbeit der Selbsthilfegruppe und die Entstehung der neuen Broschüre „Wegweiser Krebs“.  Foto: 

Was tun, wenn man die Diagnose Krebs bekommt? Welche Kliniken kommen für eine Behandlung infrage? Welche anschließenden Heilbehandlungen gibt es, welche Pflegedienstleistungen bis hin zur Palliativmedizin gibt es? Wo finden Betroffene Anlaufstellen, um mit der psychischen Belastung fertig zu werden? Die Selbsthilfegruppe Krebs Geislingen hat in Zusammenarbeit mit den beiden Krankenkassen AOK und IKK eine Infobroschüre herausgebracht, die Erkrankten wie Angehörigen solche essentiellen Informationen an die Hand gibt. Der Titel: „Wegweiser Krebs“.

Insgesamt sieben Kapitel befassen sich mit allen Phasen der Krankheit und den Möglichkeiten, damit umzugehen. Zahlreiche Adressen und Internetverbindungen werden genannt. Zugleich lenkt der Wegweiser den Blick auf etwas Wesentliches beim Umgang mit der Krankheit: „Schenken Sie dem Leben mehr Aufmerksamkeit als der Krankheit“ – mit diesen Worten wird der Mediziner Dr. György Irmey aus Heidelberg in der Broschüre zitiert. Im Geislinger Mehrgenerationenhaus hat die Selbsthilfegruppe nun diese Broschüre der Öffentlichkeit vorgestellt. 70 Besucher waren zu der Präsentation gekommen.

Mehrere Gastredner gingen auf das Thema Krebserkrankung ein, deren Diagnose einen krassen Einschnitt in das Leben eines jeden Erkrankten und dessen Umfeld darstellt, sowie auf die Bedeutung dieser Broschüre für alle Betroffenen. Dr. Jens Huober, Vorstand des Comprehensive Cancer Center Ulm (CCCU), sprach dabei von zahlreichen Therapiemöglichkeiten und Therapiestrategien, die es gibt. Der „Wegweiser Krebs“ bietet hierzu zahlreiche Informationen als Orientierungshilfe an.

„Es besteht ein enormer Bedarf an Beratung“, sagte Dr. Klaus Hönig von der Krebsberatungsstelle Ulm: „Die Belastungen äußern sich meist dann, wenn der Patient wieder zu Hause ist.“ „Krankheit eint alle“, betonte Geislingens Oberbürgermeister Frank Dehmer und hob dabei den interkulturellen Status der Selbsthilfegruppe hervor. Dehmer nannte die neue Broschüre eine „Stütze für die Betroffenen und deren Familien“. Als einen „informativen und gelungenen Wegweiser“ bezeichnete indes die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens den Wegweiser.

Die Selbsthilfe Krebs Geislingen wurde vor zwei Jahren von den aktuellen Vorsitzenden Wolfgang Marasek und Hans-Peter Fleischer gegründet, beide waren selbst von der Krankheit betroffen. Ein Aufgabenschwerpunkt der Selbsthilfegruppe sind Fachvorträge, oft im Mehrgenerationenhaus. Bei Patiententagen in Krankenhäusern ist sie ebenfalls vor Ort.

Die Geislinger Selbsthilfegruppe steht Krebskranken ebenso offen wie Angehörigen, Freunden oder Hinterbliebenen. Ein Informations- und Erfahrungsaustausch soll allen Betroffenen dabei helfen, mit der Erkrankung und deren Folgen umgehen zu können. Gerade für Erkrankte ein wichtiger Aspekt, wenn sie ihre Angehörigen oder Freunde nicht überfordern wollen.

Info Die Broschüre „Wegweiser Krebs“ wird ab sofort an alle Arztpraxen im Landkreis verschickt und dort ausgelegt. Die Broschüre kann auch direkt angefragt werden bei der Selbsthilfe Krebs Geislingen. Kontakt per Mail: w.marasek@selbsthilfe-krebs-geislingen.de. Weitere Informationen online unter www.selbsthilfe-krebs-geislingen.de

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