Wandern und Kultur im Pustertal

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Ziel der mehrtägigen Wanderfahrt der Ortsgruppe Geislingen im Schwäbischen Albverein war das Pustertal in Südtirol, gelegen zwischen den Alpen und den Dolomiten. Herrlicher Sonnen-schein begleitete die 27 Teilnehmer während des fünftägigen Aufenthaltes - die Regenschauer nach einem heißen Tag gingen erst am Abend nieder. Da erholte sich die Gruppe aber bereits im Wellnessbereich und danach bei erlesenen Speisen im Hotel Brötz in Niederrasen.

Bei der Hinreise wurde der Nachmittag mit einem Bummel durch die Bischofsstadt Brixen ausgefüllt. Beeindruckt waren die Teilnehmer von der idyllischen Altstadt mit dem imposanten Dom, dem romanischen Kreuzgang mit seinen spätgotischen Fresken und den romantischen Gässchen mit ihren kleinen und großen Lauben.

Am nächsten Tag schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel und so schlug der einheimische Wanderführer Peppi Wieser vor, diesen Tag mit einer Wanderung auf die Plätzwiese und einem Aufstieg zum Strudelkopf auf 2307 Meter Höhe zu krönen. Die Teilnehmer dieser Tour bereuten auch den Aufstieg mit 300 Höhenmeter nicht, denn vom Heimkehrerkreuz boten sich die Berge der Dolomiten mit ihren Schneekappen in ihrer schönsten Pracht, insbesondere die majestätischen Drei Zinnen.

Die zweite Wandergruppe wanderte auf der alten Steige von der Plätzwiese hinab zum Gasthaus Brüggele, wobei 400 Höhenmeter Abstieg bewältigt werden mussten.

Am nächsten Tag standen Kultur und Natur auf dem Programm: Zuerst besichtigten die Teilnehmer den historischen Soldatenfriedhof von Bruneck. Während des Ersten Weltkrieges waren in Bruneck mehrere Feldlazarette eingerichtet; und da für die Verstorbenen kein Platz auf dem städtischen Friedhof vorhanden war, wurde am bewaldeten Kühbergl ein Soldatenfriedhof eingerichtet. Fast 700 Soldaten wurden dort in Einzel- und Massengräbern bestattet, die heute durch ein Kuratorium gepflegt werden.

Die Geislinger Besucher waren von dem Waldfriedhof mit seinem schlichten, aber angepassten Blumenschmuck auf den Gräbern tief beeindruckt.

An einen Rundgang durch die Stadtgasse von Bruneck schloss sich am Nachmittag eine zweistündige Wanderung zu den Erdpyramiden von Percha an. Diese lehmhaltigen Säulengebilde entstanden vor einigen hundert Jahren durch einen großen Erdrutsch; durch wiederholtes Auswaschen der Hänge blieben die Säulen mit den darauf liegenden Steinen stehen.

Der letzte Wandertag führte zum Antholzer See. Bei einem zweistündigen Rundgang um diesen idyllischen Bergsee erläuterte Wanderführer Ambros Steurer die Botanik, Landschaft und Geschichte des Antholzer Tales. Eine deftige Brotzeit in Antholz-Niedertal und die nachfolgende zweistündige Wanderung zurück zum Hotel rundeten den letzten Wandertag ab.

Bei der Heimfahrt machte der Bus einen Schlenker über das Gadertal hinauf zum Grödner Joch. Mit einem letzten Blick auf die blumenübersäten Bergwiesen und auf die gewaltige Szenerie der Dolomiten mit dem Sellastock, Langkofel und der Puez-Geisler-Gruppe mussten sich die Albvereinler von dieser wunderbaren Berglandschaft leider verabschieden.

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