Wala wächst in neue Dimension

Fast zeitgleich mit dem 40 Millionen-Projekt in Zell baut die Naturkosmetik- und Heilmittelfirma Wala nun in Bad Boll beim Thermalbad für weitere 23 Millionen Euro. Der Gemeinderat machte den Weg frei.

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Der Bebauungsplan liegt zwar noch immer zur Entscheidung beim Verwaltungsgerichtshof, weil eine Anwohnerin geklagt hatte. Dennoch kann die Firma Wala in Bad Boll den ersten Bauabschnitt ihres neuen Großkomplexes auf den Thermalbadgrundstücken in Angriff nehmen. 50 000 Quadratmeter Nutzfläche sollen die Firmengebäude in ferner Zukunft einmal haben. Zunächst aber wird, so sieht es die Planung vor, in einem ersten Abschnitt ein "Technikum" mit 9000 Quadratmetern verwirklicht.

Das Investitionsvolumen liegt zunächst bei etwa 23 Millionen Euro. Für diese Summe baut die Wala ein Labor- und Technikgebäude, das 75 Meter lang, 40 Meter breit und inklusive der Technik-Aufbauten knapp 16,50 Meter hoch ist. Dr. Philip Lettmann und Uwe Strofus von der Firma stellten nun die Pläne im Gemeinderat vor. Das Gremium gab einstimmig grünes Licht für den Neubau und stimmte auch den dafür nötigen Befreiungen zu: Die Baugrenzen werden leicht überschritten, die Fahrradabstellplätze außerhalb der dafür vorgesehenen Zone errichtet, die Grundwasserabsenkung und die Tiefe des Einschnitts wurden mit den Umweltbehörden abgestimmt.

Weil das Vorhaben im inneren Kern des Heilquellen-Schutzgebiets liegt, sind besondere Vorkehrungen nötig. Das gesamte Baugelände muss nach unten abgedichtet werden, um die Heilquellen zu schützen. Parkplätze beispielsweise müssen komplett versiegelt werden, damit keine belastenden Stoffe in den Boden gelangen können. Wegen des hohen Grundwasserspiegels wird die Bodenplatte des Neubaus aus 80 Zentimeter dickem Beton bestehen, erklärten die Firmenvertreter. Die Außenanlagen werden außer 171 Parkplätzen auch aus einem Naturkräutergarten und zwei Seen bestehen. Die Firma lege Wert darauf, dass sie die großzügigen Außenanlagen schon mit dem ersten Bauabschnitt verwirklicht. Die weiteren Gebäude sollen sich dann "organisch" um diese Seen nach Norden Richtung alter Sportplatz erstrecken. Die Außenfassade des viergeschossigen Gebäudes wird zu 70 Prozent verglast. Unterhalb der jeweils fünf Meter hohen Scheiben werden Wartungsbalkone angebracht. An einem Drahtgeflecht rankt sich die Begrünung.

Für die Gemeinde Bad Boll ist der Startschuss für den neuen Wala-Komplex "ein klares Bekenntnis zum Standort Bad Boll", betonte Bürgermeister Hans-Rudi Bührle. Er und die Gemeinderäte waren sich darüber einig, dass das Vorhaben für die Kommune große Tragweite besitzt. Am Dienstag, 22. Januar, werden die Pläne den Bürgern in einer öffentlichen Infoveranstaltung vorgelegt.

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