Vortrag: Der Arme Konrad und Geislingen

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Was der Aufstand des Armen Konrad mit Geislingen zu tun hat, erklärt morgen Dr. Andreas Schmauder.

Im Rahmen des Geislinger Kulturherbstes kommt am morgigen Mittwoch mit Dr. Andreas Schmauder ein Experte zum Thema "Armer Konrad im Herzogtum Württemberg" zu einem Vortrag nach Geislingen. Dieser setzt sich mit den Ereignissen des Jahres 1514 in Württemberg und den Führungs- und Trägerschichten des dortigen Widerstands auseinander und versucht, den Kontakt nach Geislingen und der Gruppe um Lienhard Schöttlin zu bewerten.

Im Jahre 1514 erhoben sich im gesamten Herzogtum Württemberg Untertanen gegen ihre Herrschaft. Motor des Widerstands war der Arme Konrad, eine im Untergrund agierende Widerstandsgruppe. Ihr Ziel war es, einen Umsturz der bestehenden Herrschafts- und Gesellschaftsordnung über die Landesgrenzen hinweg zu organisieren. Der Begriff "Armer Konrad" war im 16. Jahrhundert ein Synonym für "der einfache Mann" und stand letztlich für eine rituell verschworene Gemeinschaft von Aufrührern. Neben Bauern und Weingärtnern gehörten insbesondere Handwerker dem Bündnis an. Auch Angehörige des Bürgertums und der Geistlichkeit unterstützten seine Forderungen.

Dr. Andreas Schmauder, 1966 in Metzingen geboren, ist ein deutscher Historiker, Archivar und Museumsleiter. Er studierte Mittelalterliche Geschichte, Neuere Geschichte, Kunstgeschichte und klassische Archäologie an der Universität Tübingen und wurde dort 1996 mit einer Dissertation zum "Armen Konrad" promoviert. Seit 1999 ist er Lehrbeauftragter an der Fakultät für Philosophie und Geschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Info Der Vortrag findet in der Städtischen Galerie im Alten Bau in Geislingen statt und beginnt um 20 Uhr.

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