„Gläserne Produktion“: Von glücklichen Schweinen

Die „Gläserne Produktion“ auf dem Hof Hagmeier in Aufhausen bot den Besuchern Einblicke in die Haltung von Nutztieren wie dem Schwein.

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Das Wohlergehen seiner Schweine liege ihm am Herzen, erklärt Hofbesitzer Markus Hagmeier seinen Gästen. Die waren bei der „Gläsernen Produktion“ am Sonntag in Aufhausen sehr interessiert und in Scharen auf seinen Hof gekommen.  Foto: 

Bei der landesweiten Aktion „Gläserne Produktion“ zog es viele Besucher auf den Hof Hagmeier nach Aufhausen. Auch wenn anfangs noch verhalten, bekam der Hof gegen Mittag größeren Zulauf, als die Sonne sich blicken ließ.

Markus Hagmeier und seine Familie öffneten die Hoftore weit für Interessierte und boten ein abwechslungsreiches Programm mit Informationsständen. Dort konnten die Besucher sich über die Herstellung von Lebensmitteln und artgerechte Tierhaltung informieren. Hagmeier selbst stand dem interessierten Publikum für Fragen zur Verfügung.

So erzählte der Hofbesitzer, dass auf dem Hof Mutterschweine mit ihren Ferkeln bis zur Endmast leben, aber auch Mastschweine großgezogen werden. Ein Besucher sagt beim Blick über die Trennwand: „Das ist ja ein Riesenvieh, das wird viele Schnitzel geben.“ In der Nähe des Hofs besichtigten die Besucher mobile Hühnerställe sowie junge Hähne, die sich auf dem Freiland tummelten.

Den Tieren auf dem Hof geht es gut

Den Schweinen gehe es auf dem Hof der Hagmeiers gut, lesen die Besucher auf einem großem Schild mit der Überschrift „Glückliche Schweine im Stall“:  Zu fressen bekämen die Schweine Getreide aus eigenem Anbau, Mehrkornfutter und Öhmd, aber keinen Fisch oder Tiermehl. Antibiotika werde ihnen nicht zugeführt und sie unterlägen den regelmäßigen Kontrollen durch den Verbraucherschutz und das Veterinäramt, informiert das Schild den Leser weiter.

Wenn die Mutterschweine abgeferkelt haben, erläutert Hagmeier, kommen sie zum Eber und werden gedeckt. Danach verbringen sie 114 Tage im Offenstall, bevor sie erneut abferkeln. So würde das Mutterschwein rechnerisch zweieinhalbmal im Jahr Ferkel bekommen. Das will Markus Hagmeier aber nicht. „Mir liegt das Tier am Herzen. Die Sau soll sich erholen und maximal zweimal im Jahr Ferkel bekommen“, sagt er. Mastschweine und Zuchtschweine blieben zusammen, bis sie ein Gewicht von 70 Kilogramm erreichten; danach werde aussortiert, erzählt Hagmeier, entweder zur Nachzucht oder als Mastschwein.

Fleisch kann vorbestellt werden

Im Gespräch mit den Besuchern betont der Hofherr, dass ihm das Wohlergehen der Tiere am Herzen liege. Schweine würden etwa öfter verladen, um den Verladevorgang möglichst stressfrei für sie zu machen, wenn sie zum Schlachter gefahren werden. Stolz erzählt Hagmeier, dass das Fleisch, das hier vermarktet wird, bei ihm geboren und geschlachtet wird. Er selbst unterstütze bei jeder Schlachtung den Hausmetzger, und verkauft werde dann im Hofladen. Freitags können Kunden dort ihre Bestellung aufgeben, am Dienstag und Mittwoch wird geschlachtet und am Freitag darauf ist das Fleisch abholbereit. Auch das Holzbackofenbrot vom Chef persönlich muss vorbestellt werden.

Der Offenstall, in dem die Schweine untergebracht sind, war ein weiterer Programmpunkt. Anders als im Hof müssen beim Offenstall die Abtrennungen mindestens anderthalb Meter hoch sein, um Kontakt mit Wildtieren oder gar Wildschweinen zu verhindern.

In der ausgeräumten Scheune neben dem Offenstall versorgte die Landjugend Nellingen die Besucher mit Getränken, Grillwürsten und leckeren Kuchen und Torten.

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