Isabell Plaue: Von der Bar ins Fernsehen

Isabell Plaue gibt bei ihrem Auftritt der Show „The Voice of Germany“ alles  und begeistert nicht nur das Publikum.

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Niemand, der Isabell Plaue singen hört, würde glauben, dass sie erst seit vier Jahren im Geschäft ist. Die 32-Jährige hat sich bei „The Voice of Germany“, einer Castingshow der Sender Pro 7 und Sat 1, durchgekämpft und steht nun in den Battles. Mit „Keiner ist wie du“, einem Cover von Sarah Connor, begeistert sie Mark Forster und Michi und Smudo der Hip-Hop-Gruppe „Die Fantastischen Vier“ bei den Blind Auditions, der ersten Runde, die im Fernsehen ausgestrahlt wird. „Als das Schlagzeug den ersten Takt gespielt hat, hab ich einfach meine Augen zugemacht, dass ich ja meinen Text im Kopf behalte“, erzählt Isabell.

Die Gesangskarriere der gelernten Werbekauffrau begann in einer Karaokebar. Durch ihre regelmäßigen „Auftritte“ in der Bar wurde ein Pärchen auf sie aufmerksam und buchte sie für einen Geburtstag. Auch auf der Hochzeit ihres Vaters trat Isabell gemeinsam mit einer Band auf. Von da an sang sie auf Hochzeiten und in Kirchen, sodass sie immer mehr Gefallen an der Musikbranche fand. Doch der Türöffner zum Showbusiness waren ihre Auftritte auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart, bei dem sie Joe Ehrhardt kennenlernte. Der Kuchener Musikmanager und Produzent hat mit ihr lange Zeit vor ihrer Teilnahme bei „The Voice of Germany“ bereits im Türk­heimer Proton Studio zusammengearbeitet. Kolleginnen aus der Musikbranche belächelten sie wegen ihrer Teilnahme bei „The Voice of Germany“. „Sie haben mich nicht als große Sängerin, sondern nur im Zelt gesehen. Dabei ist die Show die größte Plattform, um bekannt zu werden“, erzählt Isabell. Mit der Anmeldung wollte sie ihren Neidern beweisen, dass sie Talent hat und den langen Weg der Show ins Fernsehen schafft.

Um es mit „The Voice of Germany“ ins Fernsehen zu schaffen, durchlaufen die Bewerber einige harte Vorentscheide. Was später alles in Berlin stattfindet, begann für Isabell am 10. Februar im SI-Zentrum in Stuttgart. Bereits morgens um 10 Uhr  stand sie mit der ersten Castinggruppe mit weiteren 14 Bewerbern vor der Jury und gab in der A-cappella-Runde ihr Bestes. Wer mit seiner Stimme überzeugte, wurde zur zweiten Castingrunde geschickt. In dieser Runde, bei der die Sänger mit Playback singen durften, kamen alle weiter, erzählt Isabell. Weiter geschickt wurden sie zur dritten Runde, bei der Musikredakteure, Kamera, Vocalcoach und ein Verantwortlicher der Plattenfirma Universal auf die Bewerber warteten. Wer die Profis mit dem Gesang überzeugte, füllte einen sechsseitigen Fragebogen aus, bei dem musikalische Erfahrungen zum Vorschein kommen sollten. Danach hieß es für Isabell: abwarten und Tee trinken.

Etwa sechs Wochen später bekam Isabell Bescheid, dass sie für die finale Auswahlrunde in Berlin, am 4. Mai, eingeladen ist. Aus einer langen Songliste musste sie sich 15 Songs aussuchen und drei Favoriten benennen. Erst eine Woche vor der Auswahlrunde wurde ihr Bescheid gegeben, welche drei Songs sie einstudieren sollte. „Unter meinen drei Songs war keiner meiner Favoriten – es war sogar einer dabei, den ich nicht ausgesucht habe“, erklärt sie – „Hot n Cold“ von Katy Perry war absolut nicht ihr Favorit. Denn Isabell, die schon im Wasenwirt-Festzelt auf der Bühne stand, singt am liebsten deutschsprachige Musik.

Nachdem sie sich für die Blind Auditions qualifiziert hatte, musste sie noch zweimal für drei Tage nach Berlin für Vocal Coaching, Dreharbeiten, Styling und Interviews. „Ich musste einen blöden Hut tragen, der überhaupt nicht zu mir gepasst hat“, erinnert sich Isabell. Denn Outfit und Styling lag nicht in ihren Händen. Am Tag ihres Auftritts musste sie bereits um sieben Uhr morgens im Studio sein. Grund dafür waren Dreharbeiten mit ihrer Familie an unterschiedlichen Plätzen im Studio. Erst am Nachmittag gingen die ersten Blind Auditions los. Die Talente warteten in einem separaten Zimmer, getrennt von Freunden und Familie. „Wir waren nur am Rechnen, wer alles weiter kam und wie viele Plätze noch frei waren“, sagt Isabell.

Von ihrem eigenen Auftritt hat sie nicht so viel mitbekommen – um ihren Text nicht zu vergessen, hat sie die Augen zugemacht. „Bei der ersten Applaus-Welle habe ich die Augen zugelassen, aber beim zweiten Mal hab ich dann mal geblinzelt und gesehen, dass sich die Fantas umgedreht haben“, erzählt sie. Als Mark Forster sich dann auch noch umdrehte, war sie total überfordert. „Eigentlich hatte ich schon vor zu den Fantas zu gehen. Aber Mark hat sich so um mich bemüht“, erinnert sie sich. Mark Forster hatte deshalb die Idee, ihre Kinder, die neunjährige Emma und den siebenjährigen Robin, entscheiden zu lassen. Beide waren sich sicher, dass Isabell im Team der „Fantastischen Vier“ am besten aufgehoben wäre. Der Meinung war Isabell dann auch: „Das war wirklich die beste Entscheidung. Jetzt mal sehen, was die Battles bringen.“

Info Isabells „Battle“ wird am Sonntag um 20.15 Uhr auf SAT.1 ausgestrahlt.

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