Volles Rathaus beim Schlagader-Check

Das Schlagader-Screening im Geislinger Rathaus erfährt eine überwältigende Resonanz.

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Kurz und vor allem schmerzlos: Gerade mal rund drei Minuten dauert der Schlagader-Check per Ultraschall.  Foto: 

Das Ganze dauert nur ein paar Minuten, doch es kann Leben retten: Die Alb-Fils-Kliniken, die Kreisärzteschaft und der Diabetiker-Bezirksverband hatten am Samstag die Bevölkerung zum kostenlosen Hals- und Bauchschlagader-Check ins Geislinger Rathaus eingeladen. Mit überwältigender Resonanz: Auf Treppen und Flurbereichen drängten sich über Stunden die Menschen, mit zwei Ultraschallgeräten arbeitete das medizinische Personal unermüdlich. Nebenher gab’s noch die Möglichkeit, sich Blutzucker und Blutdruck messen zu lassen oder aber sich zum Thema Impfung zu informieren.

Es ist ja nur ein kleiner Schnitt“, scherzte zwischendurch in der Warteschlange ein Mann aus Hausen. Dessen Nebenmann schaute erschrocken, ehe er bemerkte, dass er da jemandem gewaltig auf den Leim gegangen war. Tatsächlich läuft die Untersuchung ganz einfach und schmerzlos ab. Untersucht wird, ob sogenannte Aneurysmen, sprich: krankhafte Erweiterungen der Hals- und Bauchschlagader vorliegen, die oft lange unbemerkt bleiben, aber schließlich platzen können. Solche Gefäßvergrößerungen betreffen vorwiegend Männer, erklärten die Fachleute. Weshalb sie wohlwollend feststellten, dass viele Männer unter den Untersuchten waren. Mancher kam freiwillig, manchen schleppte die Gattin an, wie einige der Männer eingestanden.

Professor Stephan Zangos von den Alb-Fils-Kliniken warb ebenfalls für die Ultraschalluntersuchung. Im Fall einer positiven Diagnose seien die Kliniken der Region bestens für eine Behandlung ausgestattet. Medizinische Gerätschaften wie Computer-Tomografie böten zudem die Möglichkeit, den Körper binnen Sekunden dreidimensional zu vermessen. Mit diesem bildgebenden Verfahren lässt sich die Größe eines Aneurysmas genau bestimmen.

Auch wenn mancher etwas Zeit mit Warten verbringen musste: Das war es wert. „Es ist Wochenende, ich habe Zeit“, sagte eine Besucherin pragmatisch. „Ich bin froh, dass ich da war und alles in Ordnung ist“, erzählte indes ein Geislinger: „Mein Vater ist an einer geplatzten Aorta gestorben.“

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