Verbund für den Tourismus

Die Stadt Eislingen möchte mit ihren touristischen Potenzialen um Besucher werben. Der Gemeinderat hat daher beschlossen, dem Fremdenverkehrsverband "Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf" beizutreten.

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Der Eislinger Poetenweg - hier bei seiner Eröffnung durch Tina Stroheker vor zwei Jahren - stößt auch außerhalb der Stadt auf Interesse und hat Potenzial, weitere Touristen anzulocken. Foto: Birgit Rexer

"Die Kreisverkehre, Kultur, die Stadthalle, Saurierfunde, der Obstlehrpfad, der Poetenweg, das Museum der Wasserversorgung" - die Stadt Eislingen habe durchaus touristische Pfunde, mit denen um Besucher geworben werden könne, stellte Oberbürgermeister Klaus Heininger fest. Den Stelenweg, den Kunstverein, in ein zwei, drei Jahren einen Geschichtspfad und die Industriekultur an der Fils benannten Stadträte weitere Potenziale, die für Touristen attraktiv sein können. Damit die Stadt nach außen besser mit ihren Pfunden wuchern kann, hatte die CDU-Fraktion vor knapp einem Jahr beantragt, dass Eislingen der Touristikgemeinschaft Stauferland beitritt.

Inzwischen hat die Verwaltung den Antrag geprüft. Jetzt hat der Gemeinderat einstimmig den Beitritt zu einem Touristikverband beschlossen, allerdings nicht zum "Stauferland", sondern zum Fremdenverkehrsverband "Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf", der früher "Helfensteiner Land" hieß. Dazu habe er sich bisher nicht zugehörig gefühlt, sagte Manfred Strohm (CDU). Jetzt, nachdem er besser informiert ist, sehe er es anders. Die Stadt sehe mit dem Albtrauf-Verband mehr Gemeinsamkeiten als mit dem Stauferland, erklärte OB Heininger. "Wir sehen da mehr Potenziale zur touristischen Ausgestaltung von Eislingen." "Stauferland" - der Verein hat seinen Sitz in Schwäbisch Gmünd - werde von den Städten Göppingen und Gmünd und vom Thema Staufer dominiert, stellt die Verwaltung fest: "Für Eislingen bieten sich kaum Berührungspunkte", der Fokus auf die Staufer bringe keine Vorteile.

Der Albtrauf-Verbund ist für die Eislinger interessanter, weil er kürzlich eine Partnerschaft mit dem Landkreis beschlossen hat. Die "Erlebnisregion" soll nun auf Grundlage des Tourismuskonzepts des Landkreises Angebote entwickeln, die Touristen in den Kreis locken. Der Kreis unterstützt den Verband bis 2015 mit jährlich 50 000 Euro.

Gerhard Ueding, Bürgermeister von Bad Ditzenbach und Vorsitzender der Erlebnisregion, stellte im Gemeinderat den Verein vor. Ziel sei, Tages- und Übernachtungsgäste zu holen. Das Verbandsgebiet reiche vom Oberen Filstal übers Lautertal bis in den Raum Bad Boll. Mit Süßen werde über den Beitritt gesprochen. Er hob die Aktivitäten vor, mit denen Touristen gewonnen werden sollen und betonte: "Alles was Sie für Touristen tun, tun Sie auch für ihre Bürger." Das Zusammenwirken hob der OB hervor: "Die Stadt alleine hat keine Ausstrahlung. Es ist eine Region, die ausstrahlt."

"Albtrauf, Ziegen, Hägemark" - er finde das Konzept etwas ländlich, meinte Bruno Mörixbauer (SPD). Nicht nur auf Event, sondern auch auf Marketing zu setzen, empfahl Ulrike Haas (Grüne). Der Verband komme eben aus dem Oberen Filstal und Geislingen, erklärte Ueding. "Wir machen uns gerade auf den Weg, größer zu werden, städtischer zu werden und professioneller zu werden." Den Begriff Albtrauf zu verwenden, hält er für wichtig, weil die Schwäbische Alb in ganz Deutschland bekannt sei. Das Filstal sei nicht so bekannt und "die Staufer sind seit 1000 Jahren tot", bezweifelte er deren Werbeeffekt.

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