Umfrage: Beim Studium helfen oft die Eltern finanziell aus

Hilfe von den Eltern, Nebenjob oder BAföG?: Die GZ hat Studenten der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Geislingen gefragt, wie sie sich ihr Studium finanzieren.

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  • Die meisten von der GZ befragten Studenten jobben nebenher, um sich ihr Studium leisten zu können. 1/8
    Die meisten von der GZ befragten Studenten jobben nebenher, um sich ihr Studium leisten zu können. Foto: 
  • Immobilienwirtschaftsstudent Lorenz Gschwind hat zwei Jobs, um seinen „recht hohen“ Lebensunterhalt bestreiten zu können. 2/8
    Immobilienwirtschaftsstudent Lorenz Gschwind hat zwei Jobs, um seinen „recht hohen“ Lebensunterhalt bestreiten zu können. Foto: 
  • Sina Schellbach, ebenfalls Immobilienwirtschaftsstudentin, bekommt Unterstützung von ihren Eltern und arbeitet als wissenschaftliche Hilfskraft. 3/8
    Sina Schellbach, ebenfalls Immobilienwirtschaftsstudentin, bekommt Unterstützung von ihren Eltern und arbeitet als wissenschaftliche Hilfskraft. Foto: 
  • Miriam Sagerer hat nach dem Abitur gejobbt, damit sie sich das Gesundheits- und Tourismusmanagementstudium leisten kann. 4/8
    Miriam Sagerer hat nach dem Abitur gejobbt, damit sie sich das Gesundheits- und Tourismusmanagementstudium leisten kann. Foto: 
  • Fabian Wedel, Immobilienwirtschaftsstudent, bekommt BAföG und arbeitet nebenher in der Buchhaltung eines Unternehmens. 5/8
    Fabian Wedel, Immobilienwirtschaftsstudent, bekommt BAföG und arbeitet nebenher in der Buchhaltung eines Unternehmens. Foto: 
  • Immobilienwirtschaftsstudent Yannick Schumacher findet, es ist ein gutes Gefühl, selbst Geld zu verdienen. 6/8
    Immobilienwirtschaftsstudent Yannick Schumacher findet, es ist ein gutes Gefühl, selbst Geld zu verdienen. Foto: 
  • Marius Marder arbeitet nicht, weil er sich ganz auf sein Studium der Automobilwirtschaft konzentrieren will. 7/8
    Marius Marder arbeitet nicht, weil er sich ganz auf sein Studium der Automobilwirtschaft konzentrieren will. Foto: 
  • Simon Catalan studiert ebenfalls Automobilwirtschaft und gibt das meiste Geld für sein Auto aus; er jobbt in der Firma seines Vaters. 8/8
    Simon Catalan studiert ebenfalls Automobilwirtschaft und gibt das meiste Geld für sein Auto aus; er jobbt in der Firma seines Vaters. Foto: 
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Lorenz Gschwind (26),

Immobilienwirtschaft

Ich habe zwei Jobs – in einer ­Steuerkanzlei und in der Buch­haltung eines Unternehmens – und verdiene insgesamt 950 Euro. Was ich sonst noch brauche, bezahlt mein Vater. Meine Ausgaben sind recht hoch, weil ich Miete für meine Wohnung bezahlen und mit dem Auto jeden Tag von Kirchheim nach Geislingen fahren muss. Da sind 800 Euro gleich weg. Außerdem habe ich schon einmal Vollzeit gearbeitet, man gewöhnt sich natürlich an den Standard. Und ab und zu Party machen will ich natürlich auch noch.


Sina Schellbach (23),

Immobilienwirtschaft

Ich bekomme von meinen Eltern den Betrag, den ich als BAföG-Empfängerin im besten Fall bekommen würde. Das sind 650 Euro pro Monat. Damit komme ich aber nicht aus. Deshalb verdiene ich mir als wissenschaftliche Hilfskraft an unserem Institut noch 100 Euro im Monat dazu. Der Job ist gut bezahlt und ich komme mit Professoren in Kontakt. Wenn ich in den Urlaub gehe oder auch an den Wochenenden stecken mir meine Eltern meistens zusätzlich noch etwas zu. Aber ich weiß gar nicht, wo das ganze Geld hingeht. Vielleicht sollte ich mir mal aufschreiben, wie viel ich ausgebe und wofür.

Miriam Sagerer (22),

Gesundheits- und Tourismus­management

Ich habe ein Jahr nach dem ­Abitur im Fitnessstudio und im Einzelhandel gearbeitet und das Geld gespart. Ich wusste, dass ich es fürs Studium brauchen werde. Die Ersparnisse reichen mir schätzungsweise noch bis ­September. In den Semester­ferien arbeite ich dann wieder die ­ganze Woche über, allerdings am Fließband in der Fabrik. Ich bin nur für die Nachtschicht eingeteilt, das gibt Zuschläge. Zum Glück muss ich keine Hausarbeiten schreiben oder auf ­Prüfungen lernen, sonst wüsste ich nicht, wie ich das alles unter einen Hut bringen soll.

Fabian Wedel (20),

Immobilienwirtschaft

Ich bekomme 109 Euro BAföG. Das reicht für eineinhalb Tankfüllungen. Ansonsten arbeite ich 20 Stunden im Monat in der Buchhaltung eines Blumengroßhändlers. Der ist in meiner Heimat in der Oberpfalz, aber ich kann von Geislingen aus arbeiten. Ich ­wohne in einer WG, und die ­Miete zahlen meine Eltern, genauso wie meine Lebensmitteleinkäufe. Dass mich meine Eltern so unterstützen, finde ich nicht selbstverständlich, sie verdienen auch nicht die Welt. Ich bin sehr dankbar dafür.

Yannick Schumacher (21),

Immobilienwirtschaft

Ich habe im Mai BAföG beantragt und musste jetzt schon zum zweiten Mal Unterlagen nachreichen. Ich habe keine Ahnung, was ich überhaupt bekomme – ich lass‘ mich überraschen. Wenn ich Geld brauche, frage ich meine Eltern danach. In den Semesterferien kann ich dort, wo ich mein Freiwilliges Soziales Jahr abgeleistet habe, wieder mitarbeiten. Nur an den See gehen, kommt für mich also nicht in Frage. Ich brauche dringend Geld für neue Winterreifen. Und wenn man sich mit selbst verdientem Geld etwas kauft, ist das doch ein gutes Gefühl.

Marius Marder (24),

Automobilwirtschaft

Arbeiten gehe ich nicht, weil ich mich auf mein Studium konzen­trieren will. Wenn man’s ordentlich machen will, nimmt das viel Zeit in Anspruch. BAföG habe ich gar nicht erst ­beantragt, da hat man ja schon ­keine Chance, wenn die Eltern ein eigenes Haus haben. Geld bekomme ich von ihnen, genauso wie mein Bruder, der ebenfalls studiert. Natürlich ist das eine doppelte Belastung für meine Eltern. Ich bin froh, dass ich trotzdem ein Auslandssemester in ­Irland machen kann. Meine Eltern wollen auch, dass ich den Fokus auf mein Studium lege.

Simon Catalan (22),

Automobilwirtschaft

Ich habe einen Nebenjob als Werkstudent in der Firma meines Vaters. Dort kümmere ich mich unter anderem um Excel-Listen. Ich bin im Prinzip der Bimbo, aber das ist okay – ich kann schließlich von dem Geld leben und mir meine Freizeit finan­zieren. Meine Eltern bezahlen ­allerdings meine Wohnung in Eislingen. Ich war für meine Ausbildung zum ­Finanzassistent schon von zu Hause ausgezogen; jetzt wieder daheim zu wohnen geht einfach nicht. Das meiste Geld schluckt mein Auto. Aber das ist mein Hobby,­ und ich schaff‘ ja dafür, mir das leisten zu können. Später will ich bei Porsche arbeiten und richtig Asche machen.

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