UMFRAGE: "Das mit dem Sonne-Center ist schwierig"

Seit Monaten stehen große Verkaufsflächen im Geislinger Sonne-Center leer. Der Auszug des Media Marktes schmerzt besonders. Welche Läden wünschen sich die Bürger für das Center? Wir fragten nach.

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    Sie sieht die Zukunft des Sonne-Centers skeptisch: Edith Reuter
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    Edwin Teuber bezeichnet eine Wiederbelebung als schwierig.
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  • Elfriede Glomb hätte liebend gern einen Media-Markt-Nachfolger. 4/4
    Elfriede Glomb hätte liebend gern einen Media-Markt-Nachfolger.
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"Mission Sonne-Center wiederbeleben": Die GZ hörte sich in der Geislinger Fußgängerzone Hauptstraße um und fragte Passanten, was mit dem angeschlagenen Einkaufszentrum passieren solle. Die Befragten wollen es zwar nicht abreißen lassen, sind aber dennoch skeptisch bezüglich seiner Zukunft und erwarten einen langsamen "Sonnenuntergang". Um der zunehmenden Verwahrlosung entgegenzuwirken, wünschen sich viele einen großen Media-Markt-Nachfolger, so auch die 82-jährige Elfriede Glomb: "Ich suche in der Oberen Stadt vergeblich nach einem Elektronikladen, so etwas fehlt hier wirklich", sagt sie entrüstet. Ganz Geislingen veröde zunehmend. Sie vermisse die belebte und angenehme Atmosphäre, die vor 40 Jahren hier herrschte. Das Sonne-Center war zu seinen besten Zeiten ein wichtiger Besuchermagnet für ganz Geislingen. Dementsprechend leer ist nun nicht nur das Center selbst, sondern auch die Fußgängerzone, meint sie.

Diese Kettenreaktion ist Edwin Teuber ebenfalls aufgefallen: Er sieht immer weniger Anreiz, überhaupt noch in die Fußgängerzone zu gehen. Der 72-jährige Geislinger findet eine Wiederbelebung des Einkaufszentrums "schwierig", denn es sei allgemein eher unattraktiv.

"Die Pachten sind einfach viel zu hoch, das Center gleicht einer Totenausstellung": Das ist die unmissverständliche Meinung des 53-jährigen Gastwirts Thomas Müller. Wenn, dann müsse ein großes Bekleidungs- oder Elektrogeschäft dort einziehen, ansonsten sieht der Geislinger schwarz für "diesen toten Bau".

Auch die Geislingerin Edith Reuter blickt misstrauisch in die Zukunft des Sonne-Centers. "Es gab schließlich einen Grund, warum die anderen Läden ausgezogen sind, oder?" Wenn diese schon zu wenig Kunden hatten, werde es jetzt erst recht niemand mehr dort versuchen wollen, führt die 66-jährige Rentnerin aus.

Alexandra Gunzenhauser, 39, setzt auf Qualität: "Ein Spielwarenladen für Kinder wäre toll, mit hochwertigen Holzspielsachen statt billigem Plastik-Zeug." Ein Bio-Laden für Bekleidung sei auch denkbar, glaubt die Erzieherin aus Böhmenkirch.

Einen H&M Modeladen für die ganze Familie wünscht sich die modebewusste Hausfrau Nicola Ausprung. So ein bekanntes Geschäft habe vielleicht eine reanimierende Wirkung auf das Center. Oder eine Drogerie, denn etwas Schlecker-artiges fehle eindeutig in der Oberen Altstadt, meint die 41-jährige Geislingerin.

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