Über Auswanderer-Forschung berichtet

Jüngst fand in Heidelberg der 65. Genealogentag unter dem Motto "Die Welt in Deutschland, Deutsche in der Welt" statt.

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Willi-Martin Jäger aus Gussenstadt hielt einen Vortrag in Heidelberg.

Rund 40 Aussteller und genealogische Vereine, darunter auch die Geislinger Ahnenforscher, sind der Einladung durch die DAGV (Deutsche Arbeitsgemeinschaft Genealogischer Verbände) gefolgt und waren mit einem Infostand dort vertreten. Neben der Ausstellung mit rund 900 Besuchern fanden über zwei Tage verteilt 30 genealogische Vorträge statt, zu denen über 650 Familienforscher und an Geschichte Interessierten ihre Eintrittskarte gelöst hatten. Themen wie "Woher kommen und was bedeuten unsere Familiennamen", "Genealogie eine Zeitreise in die Gegenwart", "Familienforschung im Internet für Anfänger und Fortgeschrittene" und vieles mehr standen auf der Vortragsliste.

Auch der Geislinger Vorsitzende Willi-Martin Jäger aus Gussenstadt war mit einem Vortrag zur "Auswanderer-Forschung in Amerika" vertreten. 87 Teilnehmer hatten sich dazu eingefunden. Jäger zeigte in seinem Vortrag auf, wie man aus dem einzigen Hinweis "Ich muss mich entschuldigen, dass ich mit der Magdalena keinen Gruß mitgeschickt habe" auf die Spur einer 1868 nach Amerika ausgewanderten Frau kam, die dort geheiratet hatte und von der man keinerlei weitere Informationen mehr hatte. Es war lediglich bekannt, dass es vermutlich eine der drei aus Gussenstadt ausgewanderten Frauen mit dem Namen Magdalena sein musste, da der Brief 1895 aus Amerika von Melchior Jäger aus Burlington, Iowa, an seine Schwägerin in Gussenstadt gesendet wurde und diese Magdalena wohl auch gekannt haben musste.

Viele informative Gespräche führten die Mitglieder des Geislinger Vereins während dieser zwei Tage, sie warben sogar neue Mitglieder für den Verein. Bei der Abschlussveranstaltung, an der die 1954 gestiftete Christoph Gatterer-Medaille an Martin Gierl aus Göttingen für seine Arbeit über Gatterer verliehen wurde, nahm der Geislinger Vorsitzende Willi-Martin Jäger den ersten Preis beim erstmals durchgeführten Plakatwettbewerb für das beste genealogische Plakat entgegen. 14 Teilnehmer hatten mitgemacht.

Info Am Donnerstag, 10. Oktober, findet von 16 bis 18 Uhr im Pförtnerhaus des Albwerks eine Sprechstunde statt. Am Freitag, dem 11. Oktober, ab 18 Uhr wird im Wappensaal des Albwerks bei der Monatsversammlung Konrad Bachmann über seine Familienforschung berichten.

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