TVA-Halle: Kunstrasen wird erneuert

Der Kunstrasenplatz bei der TVA-Halle muss erneuert werden. Dafür gab der Technische Ausschuss des Gemeinderats jetzt grünes Licht. Die Kosten werden auf rund 321.000 Euro beziffert.

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Ganze Fetzen herausgerissen und ziemlich ramponiert: Der Kunstrasenplatz in Altenstadt.  Foto: 

Wenn herkömmliche Rasenplätze witterungsbedingt unbespielbar sind, hilft der Kunstrasen weiter. Was der Sportclub Geislingen deshalb seit Langem fordert, weil sich im engen Eybacher Tal die Sonne zu bestimmten Zeiten rar macht, wird in Altenstadt auch künftig geboten: Ein Kunstrasenplatz, der sich trotz hoher Austauschkosten auf lange Sicht gesehen bezahlt macht. In Altenstadt muss er nach 21 Jahren ausgetauscht werden.

Holger Scheible (CDU) machte im Technischen Ausschuss des Gemeinderats deutlich: Würde ein normaler Rasenplatz nach allen Normen gehegt und gepflegt, sei er um ein Vielfaches teurer - ganz zu schweigen davon, dass er manchmal lange Zeit gar nicht genutzt werden könne. Demgegenüber benötige der Kunststoffrasen nach einem Fußballspiel bei schlechter Witterung keinerlei Regenerierungsphase. Oft nähmen auch Schiedsrichter bei der Beurteilung, ob ein Platz bespielbar sei, keine Rücksicht auf die Folgen. Scheible: "Wenn man einen unvernünftigen Schiedsrichter hat, ist der Rasenplatz das ganze Jahr über kaputt."

Die Verwaltung hat sich deshalb kundig gemacht, inwieweit die Stadt als Eigentümerin auf diese Entscheidungen Einfluss nehmen kann. Ergebnis: Falls sie selbst einen Rasenplatz für unbespielbar erkläre, obwohl der Schiedsrichter anderer Meinung sei, drohe dem Verein Punkteabzug.

Die Nachfrage von SPD-Stadtrat Peter Zajontz, ob es unbedingt ein Kunstrasen sein müsse, war damit beantwortet. Ergänzend hatte Tiefbau-Chef Ulrich Weingart darauf hingewiesen, dass der Platz im Mittleren Boden - also bei der TVA-Halle - von Schulen und Vereinen "irrsinnig oft" bespielt und so stark in Anspruch genommen werde.

Die komplette Erneuerung ist nach Darstellung der Verwaltung notwendig, nachdem mehrfach Nutzer auf die Gesundheitsgefährdung durch den völlig ramponierten Kunstrasen hingewiesen hätten. Vorigen Monat habe ein Schiedsrichter sogar Bedenken beim Anpfiff eines Pflichtspiels geäußert.

Die jetzige Situation kommt nicht unerwartet: Üblicherweise wird einem Kunstrasenplatz von den Experten eine Lebensdauer von rund 15 Jahren zugestanden, doch im vorliegenden Fall ist dieses Limit bereits um sechs Jahre überschritten. Defekte Stellen wurden immer wieder geflickt.

Den Auftrag für die Generalsanierung erhielt die Firma Sportstättenbau Polytan aus Burgheim. Die Maßnahme soll bereits Mitte Juli beginnen, damit der neue Kunstrasen Ende August verlegt ist.

Wie sehr den Vereinen an einem dauerhaft bespielbaren Platz gelegen ist, zeigte sich erst jüngst bei der Hauptversammlung des SC Geislingen. Der Verein musste während des Winters auf andere Plätze ausweichen - bis hin nach Bartholomä.

Der Sportliche Leiter Fußball, Lutz Siebrecht, hatte deshalb deutlich gemacht, was dem Verein auf den Nägeln brennt: "Wir brauchen dringend den Kunstrasen."

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