Tipps der Feuerwehr: Damit der Christbaum nicht abbrennt

Weihnachtszeit ist Hausbrandzeit: Wer allzu sorglos mit brennenden Kerzen am Christbaum hantiert, für den kann das Fest der Besinnlichkeit schnell in einem Fiasko enden. Die Gefahr lässt sich leicht vermeiden.

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Der Tannenbaum gehört in unseren Breiten zu Weihnachten wie Glaskugeln, Spekulatius und die Bescherung an Heiligabend. Allerdings kann einem ein besagter Tannenbaum das Weihnachtsfest auch ganz schön vermiesen - und zwar dann, wenn er in Flammen steht. Die Feuerwehren landauf, landab können von dieser schönen Bescherung Lieder singen.

Gerade für Puristen, die die elektrischen Lichterketten ablehnen und auf echte Kerzen am Christbaum schwören, gilt es einige Sicherheitsregeln zu beachten. Schließlich soll aus der "Weihnachtsfeier kein Weihnachtsfeuer" werden, wie es der Geislinger Feuerwehrkommandant Jörg Wagner treffend formuliert.

Das beginnt schon beim Kauf der Tanne, Fichte oder Kiefer, die an Weihnachten das Wohnzimmer zieren soll. Der beste Zeitpunkt dafür ist laut Wagner kurz vor dem Fest. "Achten Sie darauf, dass die Tanne nicht nadelt", legt er jedem Christbaumkäufer ans Herz. Will heißen: Fallen die Nadeln aus, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass das gute Stück bereits austrocknet. Was es nicht nur schnell dürr und unansehnlich werden lässt, sodass selbst bündelweise Lametta nichts mehr kaschieren kann. Vielmehr steigt die Gefahr, dass der Baum Feuer fängt. Das trockene Reisig brennt dabei in nur wenigen Augenblicken lichterloh.

Dasselbe gilt laut Wagner ebenso für den Adventskranz oder das Weihnachtsgesteck auf dem Tisch. Diese sollten auf feuerfestem Untergrund stehen, die Kerzenhalter zudem aus feuerfestem Material sein. Wer also seinen Adventskranz schon seit Wochen in der guten Stube stehen hat, dem sei noch einmal besondere Obacht angeraten.

Ebenfalls wichtig, um die Gefahr eines Zimmerbrands zu minimieren: ein ausreichender Sicherheitsabstand des (standfest aufgebauten) Weihnachtsbaums zu leicht brennbaren Materialien wie Vorhängen und Gardinen. Und, das betont Wagner ausdrücklich: "Brennende Kerzen dürfen nie unbeaufsichtigt gelassen werden. Auch wenn man das Zimmer nur kurzzeitig verlässt, die Kerzen löschen."

Um Verbrennungen zu vermeiden, sollten die Kerzen übrigens immer von oben nach unten beziehungsweise - bei Gestecken - von hinten nach vorne angezündet werden. Dadurch greift man nicht über die Flamme. Beim Löschen respektive Auspusten gilt dann die umgekehrte Reihenfolge.

Stichwort Aufsicht: Da appelliert Wagner eindringlich an alle Eltern, "Streichhölzer und Feuerzeuge an einem vor Kindern sicheren Platz" aufzubewahren. Wenn überhaupt, dann sollten die Sprösslinge damit nur unter Anleitung von Erwachsenen umgehen, betont er.

Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen die Situation aus dem Ruder laufen, rät Wagner dasselbe wie bei allen Bränden: Nicht versuchen, den Helden zu spielen und das Feuer zu löschen, sondern direkt die Feuerwehr alarmieren. Da empfiehlt es sich dann, die Notrufnummer 112, wenn schon nicht im Gedächtnis, so doch immer griffbereit zu haben.

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