Stötten zieht Bilanz: zu kalt, zu nass und zu wenig Sonne

Der September ist meteorologisch aus der Reihe getanzt: Er war ein wenig kühler als es dieser Monat gemeinhin im langjährigen Mittel auf der Alb ist.

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Meist meldet die Wetterwarte Stötten in ihren Monatsbilanzen, dass langjährige Durchschnittstemperaturen überschritten wurden, dass ein Monat "zu warm" war. Für den gerade zu Ende gegangenen September gilt das nicht. Mit 12,2 Grad im Mittelwert lag er um 0,3 Grad unterm langjährigen Durchschnitt. Etwas zu kühl, auch zu nass und mit deutlichen Defiziten beim Sonnenschein - so charakterisieren die Wetterbeobachter von der Alb den jüngsten September. Im Einzelnen:

Temperatur: Die Höchsttemperatur lag bei 25,2 Grad und wurde am 6. 9. registriert - damit gab es noch einen Sommertag. Am 17. 9. war der Tiefstwert erreicht, mit 5,1 Grad. Am Erdboden wurden auf Monatsende nur noch 3,7 Grad gemessen. Mit 12,2 Grad unterschritt der September ein wenig das langjährige Monatsmittel. Die eigentlichen Extreme liegen unterdessen schon Jahrzehnte zurück: Der wärmste September in der Stöttener Stationsgeschichte war der des Jahres 1947 mit 16,9 Grad, der kälteste mit 8,9 Grad der des Jahres 1952.

Sonnenschein: Die Sonne schien 133,3 Stunden - damit blieb sie 25 Prozent ihres Solls schuldig. Im Klimatagebuch notierten die Wetterbeobachter auf der Alb 16 trübe Tage und 17 mit Nebel, dagegen nur drei heitere Tage. Die Extreme bei der Sonnenscheindauer: Sie summierte sich 1959 auf sagenhafte 302,9 Stunden, 2001 aber nur auf 79.

Regen: In Stötten fielen im September 121,9 Liter Niederschlag je Quadratmeter, das sind 162 Prozent des langjährigen Mittels. Die größte Tagesregenmenge waren 23,3 Liter am 12. 9. Es gab nur zwölf Tage ohne Regen. Das reicht trotzdem nicht an den nässesten September aller Zeiten heran: Das war der des Jahres 2001 mit 195,0 Litern. Gerade mal 2,3 Liter fielen anno 1959.

Sonstiges: Der heftigste Wind pfiff um die Albwetterwarte am 18. September mit 76 Stundenkilometern. An 19 Tagen herrschte gute Fernsicht, man sah von der Station aus über 70 Kilometer weit. Und an elf Tagen fiel Tau.

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