Stadtwerke wollen den Eingangsbereich des 5-Täler-Bads umbauen

Das Geislinger 5-Täler-Bad soll einen neuen Eingangsbereich bekommen, die Kasse  in der nicht mehr genutzten Küche untergebracht werden. Damit wird ein direkter Zugang zum Freibad möglich.

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Dort, wo noch ein Zaun den Weg versperrt, wäre künftig der Eingang zum Freibad.  Foto: 

Wer über den Haupt­eingang des Geislinger 5-Täler-Bads – der befindet sich in der Schlachthaus-Straße – ins Freibad möchte, der kommt sich ein wenig vor wie Pacman beim Gang durchs Labyrinth. Der Weg führt einmal um den Block, vorbei an der Kasse und den Umkleidebereich, ehe es auf der Zielgeraden durchs Hallen- ins Freibad geht. Dabei ist es kein wirklicher Trost, dass den Freibadewilligen im Moment dieser Umweg erspart bleibt, weil das Hallenbad wegen Revisionsarbeiten geschlossen und statt dessen der Eingang Rheinlandstraße als Haupteingang reaktiviert ist. Dort ist die Kasse normalerweise nur in Stoßzeiten geöffnet. Ansonsten müssen die Freibad-Gäste ihr Ticket am Automaten lösen.

Damit ist das Problem aber nur aufgeschoben. Weshalb Stadtverwaltung und die für den Betrieb des 5-Täler-Bads zuständigen Stadtwerke eine Lösung wollen, die da heißt „Optimierung und erweiterte Nutzung des Haupteingangs“. Der Gemeinderat hat den Stadtwerken bereits grünes Licht gegeben, in die Detailplanung einzusteigen und die genauen Kosten zu ermitteln. Bislang gehen die Stadtwerke auf Grundlage der bestehenden Grobplanung von 150 000 Euro aus. Wann der Umbau des Eingangsbereichs vonstatten gehen könnte, sofern der Gemeinderat seinen endgültigen Segen erteilt, ob womöglich schon zur nächsten Freibad-Saison, lässt sich laut Stadtwerke noch nicht sagen.

Konkret ist vorgesehen, die bestehende Kasse im Hallenbad zu verlegen – und zwar in den Raum, in dem sich noch die Küche befindet, von der aus auch das Freibad bedient wurde. Diese Küche ist nicht mehr in Betrieb, seit vor zwei Jahren der Gastrobereich an seinen alten Standort zurückverlegt wurde. Seither läuft das Catering über einen Imbisswagen. An der neuen Kasse können die Besucher dann Tickets für beide Bäder lösen – an einem Außenschalter beim dann neuen Eingang fürs Freibad und im Gebäude fürs Hallenbad.

Der bisherige Kassenbereich würde ebenfalls umgebaut. Dort entstünde ein Beratungsraum der Energieversorgung Filstal (EVF), dem Tochterunternehmen der Stadtwerke von Geislingen und Göppingen, den das Unternehmen mietet. Mit den Einnahmen würde der Umbau des Eingangsbereichs finanziert. Hintergrund: Bislang hat die EVF mit Hauptsitz in Göppingen noch eine Bezirksstelle in der Heidenheimer Straße in Geislingen. Dort befindet sich eine Anlaufstelle für Kunden, außerdem hat sich die Rationelle Energie Süd eingemietet. Letztere wird aber zum Jahreswechsel aufs Albwerk-Gelände umsiedeln.

Weil laut EVF eine energetische Sanierung des Gebäudes, dessen Unterhalt 100 000 Euro im Jahr kostet, nur unter hohen Kosten möglich und das Gebäude zudem völlig überdimensioniert für ein Kundencenter ist, will der Energieversorger diesen Standort aufgeben. Laut EVF-Chef Martin Bernhart ist das „zur Zeit wahrscheinlichste Szenario der Abriss des Gebäudes und der Nebengebäude. Um dennoch in Geislingen präsent zu sein, ginge es dann ins 5-Täler-Bad.

Im Gemeinderat stößt das Projekt durchgehend auf Zustimmung. „Da stellt sich die Frage, warum man nicht schon früher drauf gekommen ist“, sagte Bernhard Lehle (GAL) in der jüngsten Sitzung, „das ist eine gute Lösung für mobilitätseingeschränkte Menschen“. Für Sascha Binder (SPD) ist der Umbau „eine gute Geschichte, weil ursprüngliche Fehler in der Planung behoben werden“. Außerdem bat er darum, bis Herbst „einen Vorschlag zu machen, wie eine dauerhafte Lösung für die Freibad-Gastronomie möglich ist“ und schlug gleich vor, „Teile der bisherigen Küche dafür zu verwenden“. Zumal es nach den Worten von Peter Maichle (CDU) „ärgerlich ist, dass die Küche rausgemacht wird, die mal viel Geld gekostet hat“.

Wartung: Seit Montag ist das Geislinger Hallenbad geschlossen – und bleibt es wegen laufender Revisionarbeiten bis 10. September. Alle Karten, die nach dem 13. August noch gültig sind, werden nach Angaben der Stadtwerke um vier Wochen verlängert. Dies gelte auch für Jahres-, Halbjahres- und Saisonkarten. 

Freibad: Im Freibad des 5-Täler-Bads geht der Betrieb ganz normal weiter. Dort ist am Freitag, 11. August, Vollmondbaden bis Mitternacht.

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