Stadt hegt Umzugspläne

Entschieden ist noch nichts, doch die Idee reift: Die Stadt Göppingen prüft derzeit ein Angebot der Kreissparkasse, das Dienstleistungszentrum in der Jahnstraße zu kaufen und zu einem Rathaus umzubauen.

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Bald schon ein Rathaus? Das Dienstleistungszentrum der Kreissparkasse in der Göppinger Jahnstraße. Foto: Giacinto Carlucci

An mehreren Orten in Göppingen gibt es Außenstellen der Stadtverwaltung. Anders als das vor zwölf Jahren generalsanierte und erweiterte Rathaus am Marktplatz entsprechen diese Außenstellen nicht mehr den Anforderungen eines modernen Arbeitsplatzes. Dies gilt erst recht für das völlig unzeitgemäße Technische Rathaus am Nordring. Schon seit Jahren denkt die Stadt deshalb darüber nach, die betroffenen Abteilungen und Referate an einem anderen, hellen und freundlichen Standort unterzubringen.

Mit dem Dienstleistungszentrum der Kreissparkasse in der Jahnstraße könnte diese Immobilie nun gefunden worden sein. Das Gebäude war in den vergangenen Jahren schon mehrmals in den Blick der Stadt geraten. Nun bestätigte Göppingens Oberbürgermeister Guido Till: "Wir prüfen zurzeit das Angebot der Sparkasse, das bisherige Dienstleistungszentrum zu erwerben und von 2014 an für unsere Ansprüche umzubauen."

In Kürze, so Till, wolle man im Gemeinderat das Ergebnis der Prüfung vorstellen. Die Stadt brauche zeitgemäße und heutigen Anforderungen entsprechende Arbeitsplätze, um auch in Zukunft für hoch qualifizierte Fachkräfte als Arbeitgeber attraktiv zu sein und mit anderen Großen Kreisstädten in der Region Stuttgart konkurrieren zu können. Interessant in diesem Zusammenhang: In den kommenden acht Jahren wird mindestens ein Drittel der im Technischen Rathaus beschäftigten Mitarbeiter in Pension gehen. Die jeweiligen Nachfolger könnten dann bereits ins neue Rathaus in der Jahnstraße einziehen.

Was die Stadt der Umbau des Dienstleistungszentrums der Sparkasse zu einer neuen Verwaltungszentrale kosten würde, darüber gibt es noch keine Angaben. Im Rathaus geht man aber davon aus, dass ein Umbau günstiger wäre als ein Neubau an anderer Stelle in der Stadt.

Von den Umzugsüberlegungen nicht betroffen ist die Göppinger Kunsthalle, die auf jedem Fall an ihrem angestammten Platz in der Marstallstraße (hinter dem Technischen Rathaus) bleiben soll. "Der Standort der Kunsthalle ist der richtige", bekräftigte Till in seiner Etatrede und erteilte damit allen Gedankenspielen über eine neue Galerie am Bahnhof oder an anderer Stelle im Stadtgebiet eine Absage. Bereits im kommenden Jahr soll mit dem Umbau der Kunsthalle begonnen werden. Die Stadt will dafür knapp 300 000 Euro bereitstellen.

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