Tegelbergschüler bei den Bundesjugendspielen

Die Geislinger Tegelbergschüler haben die Bundesjugend­spiele absolviert. GZ-Jugendredakteurin Leonie Konrad hat im TG-Stadion im Eybacher Tal vorbeigeschaut.

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Voller Einsatz beim Weitsprung: Die Erst- bis Siebtklässler der Geislinger Gemeinschaftsschule am Tegelberg treten bei den Bundesjugendspielen im TG-Stadion in mehreren Disziplinen an.  Foto: 

Sonnenschein und ein angenehmer Wind: Besser könnten die Bedingungen für die Bundesjugend­spiele der Geislinger Gemeinschaftsschule am Tegelberg an diesem Mittwoch nicht sein.

Für die Schüler der Klassen 1 bis 7 handelt es sich um eine Pflichtveranstaltung. Einige ältere Schüler sind trotzdem als freiwillige ­Helfer dabei – sie haben schul­frei, weil sie die geforderten Disziplinen wie Weitwurf, Sprint und Weitsprung im regulären Sportunterricht durchnehmen.

Der 14-jährige Tim Schlum genießt die Abwechslung zum Schulalltag. Er treibt in seiner Freizeit gerne Sport. Eine Pflichtveranstaltung sollten die Bundesjugendspiele aber nicht sein, meint er. Denn unsportliche Schüler hätten nicht so viel Spaß daran, die Disziplinen vor aller Augen auszuführen. „Dass sie teilnehmen müssen, finde ich etwas schade“, sagt er.

Das Ziel der Bundesjugendspiele: Die Schüler für Sport und den großen Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ zu begeistern – und unter Umständen ­sogar ein paar Leichtathletik-Talente zu entdecken.

Ob Melike Uzunxy dazu ­gehört? Die Zehnjährige rennt jedenfalls sehr gerne; ihr gefallen ihre dritten Bundesjugendspiele deshalb sehr gut.

Kira Haselberg (13) und Viviane Oertelt (14) freuen sich jedes Jahr auf die Veranstaltung: „Vor allem die Läufe machen uns am meisten Spaß“, sagt Kira. Dank der jährlichen Veranstaltung trainierten sie regelmäßig ihre Kondition und würden so fitter, erzählen die Schülerinnen. „Auf den Weitwurf könnten wir verzichten“, meint Viviane, „aber alles in allem macht es immer großen Spaß“.

Für den elfjährigen Timo ­Buttig gilt gerade das Gegenteil, was die Sportarten angeht: „Während mir der Weitwurf sehr gut liegt und mir auch Spaß macht, mag ich den Sprint nicht so sehr.“ Auf die nächsten Bundesjugendspiele freut er sich jetzt schon.

Von einem gewissen Aufwand berichtet Lehrer Daniel Pietrantuono, der den Tag hauptverantwortlich organisiert. Je nach ­Alter der Schüler müssen sie sich in unterschiedlichen Disziplinen beweisen; welche Gruppe wann drankommt, muss gut eingetaktet werden; zudem muss das ­Programm an die Fahrzeiten der Busse angepasst sein. Weil viele aktive, aber auch bereits pensionierte Lehrer sowie Schüler mithelfen, reichen Pietrantuono rund sechs Wochen an Vorbereitungszeit. Der Lehrer wertet dieses Jahr alle Ergebnisse erstmals am PC aus. Ein paar Tage später bekommt dann jeder Teilnehmer seine Urkunde überreicht.

Sechs Geislinger Schulen halten ihre Bundesjugendspiele im TG-Stadion ab. „Im Gegensatz zu vielen anderen Geislinger Sportvereinen haben wir eine Laufbahn, deshalb kommen so viele zu uns“, sagt Elke Spengler von der TG-Geschäftsstelle.

Schulleiter Ottmar Dörrer und sein Stellvertreter Hans Beyer sind rundum zufrieden damit, wie der Sporttag im Eybacher Tal verläuft. „Ich freue mich, dass alles so reibungslos klappt, dass wir so schönes Wetter haben und dass alle, das ganze Kollegium, ­Schüler, Eltern und ehemalige Kollegen uns heute unterstützen“, sagt Dörrer. Ohne sie hätte man die Veranstaltung nicht stemmen können. „Ich bin ihnen allen sehr dankbar.“

Nur ein paar kleinere Blessuren sind schließlich die Bilanz des Tages. Daniel Pietrantuono und seine Kollegen sind zufrieden. Für die Teilnehmer gibt es belegte Brötchen und Getränke – Belohnung für fleißige Sportler.

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