Soul mit Pop- und Rockappeal

|
Vorherige Inhalte
  • Der Gitarrist, Sänger und Gitarrenlehrer Paul Lawall hat gemeinsam mit Ove Bosch am Bass und Michael Aures an den Drums sowie vielen Gästen ein abwechslungsreiches, rootsorientiertes Album eingespielt.  1/2
    Der Gitarrist, Sänger und Gitarrenlehrer Paul Lawall hat gemeinsam mit Ove Bosch am Bass und Michael Aures an den Drums sowie vielen Gästen ein abwechslungsreiches, rootsorientiertes Album eingespielt. Foto: 
  • Das neue Album von Paul Lawall & The Dukes of Rhythm. 2/2
    Das neue Album von Paul Lawall & The Dukes of Rhythm. Foto: 
Nächste Inhalte

Aus der British Invasion gingen seit den 1960er Jahren viele Musiker hervor, die der raue Blues Amerikas faszinierte und die ihm unverbraucht begegneten. Um diese Zeit machten sich auch amerikanische Musiker auf, um die reichhaltige Rootsmusik Amerikas musikalisch zu erkunden.

Auch „The Dukes of Rhythm“ von Paul  Lawall fühlen sich diesem Erbe verpflichtet. Der Gitarrist, Sänger und Gitarrenlehrer hat gemeinsam mit Ove Bosch am Bass und Michael Aures an den Drums sowie vielen Gästen ein abwechslungsreiches und absolut hörenswertes rootsorientiertes Album eingespielt, das aus dem Geiste dieser Zeit heraus erwachsen zu sein scheint und dabei gekonnt unterschiedliche Stile und Haltungen über Eigenkompositionen zu einem eigenständigen Stil zusammenführt.

Entstanden sind von Blues-, Folk- und Soulfeeling durchtränkte Rootssongs mit Rock- und Pop­appeal. Das neun Stücke und 40 Minuten lange Album wurde 2015 in Lawalls Studio in Owen/Teck eingespielt. Große Könnerschaft, Lässigkeit und eine leichte Laid-Back-Haltung werden schon beim ersten Hören greifbar.

Klassisch gewordene Teile und Abfolgen werden angerissen, raffiniert aufgebrochen und ganz selbstverständlich neu zusammengesetzt. Hinzu kommt der Wiedererkennungswert der Stücke - ein Album also auch zum Zuhören und sich Fallen-Lassen. Bestechend ist der Sound.

Das Klangbild atmet, es gibt dem Instrumentarium der Band Raum, Platz und Luft – alles wirkt wie direkt live eingespielt. Raum für feine Interaktionen wurde auch innerhalb der Songs gelassen. Lawalls Gitarrenspiel vermeidet dabei gekonnt Hektik und Skalensport, es liegt ihm eine ausdrucksvoll melodische Spielauffassung zugrunde, die äußerst geschmackvoll markante Licks, Pausen und Tonfolgen zu bleibenden Linien im warmen, leicht angezerrten Sound entwickelt.

Angenehm zurückhaltend, dabei ausdrucksvoll lotet sein Gesang die „catchy melodies“ der Stücke aus – er agiert dabei als ein Sänger, der um die Qualität seines Gitarrenspiels ebenso weiß, wie um die Qualitäten seiner Mitmusiker, die einen fein abgestimmten Sound zu entwickeln vermögen. Das Album wird durch das coole „As Long As I‘ve Got Rhythm“ eröffnet und nimmt über das auftaktige, riffgeprägte „Trust Yourself“ und den fein groovenden Catchy-Song „Lucky Looser“ an Fahrt und Vielfalt auf.

Im Zentrum stehen die Stücke „Waste My Time“ und „You Say I Was Wrong“ – das erste ist ein eleganter, von raffiniert umspielten Pausen geprägter, sich im Soloteil ständig von Neuem aufbauender Rock-Song, der Lawall in Höchstform zeigt, das andere eine berührende Ballade. Das akustische, leicht swingende „There is A Price You‘ve Got To Pay“ beschließt ein Album, das weder Moden noch Kraftmeiertum zu Gehör bringt, sondern feines Interagieren und bleibende Stimmungen. Die Texte handeln von dem, was einen im Alltag freut und ärgert.

Ihnen liegt die positive Einstellung zugrunde, dass ein halb gefülltes Glas eigentlich immer als halb voll zu betrachten ist. Das stets groovende, bisweilen Schläge auslassende, dezent Akzente setzende Schlagzeug, der schiebende und angenehm präsente Bass erschaffen gemeinsam mit den souligen Backingvocals und den schwebenden perstonschen Orgelsounds einen groovenden, warmen musikalischen Rahmen, in dem sich auch der junge Mark Knopfler, Mick Taylor sowie Ry Cooder mit seinen Kumpels von Little Village gerne tummeln und begegnen würden.

Kein Wunder, dass dieses Album auch eine sehr positive Rezension in der Zeitschrift Bluesnews, Ausgabe 89, erhalten hat.

Info Das Album kann über die Homepage: www.paullawall.de, über die Musikschule Geislingen oder die Geislinger Buchhandlung Ziegler erworben werden. Der nächste Auftritt von Paul Lawall ist am Samstag, 2. Dezember, 20.30 Uhr im Adler Eislingen.

Paul Lawall ist seit vielen Jahren als Gitarren-Lehrer an der Geislinger Musikschule aktiv und hat viele junge Menschen begleitet und geprägt. Er hat schon mit vielen Größen der Musikbranche die Bühne geteilt, darunter Tom Jones und Chris de Burgh. 

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Weihnachtsstimmung steckt die Geislinger an

Seit Freitag lockt der Geislinger Weihnachtsmarkt mit Kunsthandwerk, Musik und Leckereien. Besucher schätzen die festliche Atmosphäre in der Stadt. weiter lesen