Die Ortsvorsteher über Aufhausen, Türkheim und Waldhausen

Wie lebt es sich in den Geislinger Stadtbezirken? Zum Abschluss der GZ-Serie „So lebt sich’s hier“ kommen nach acht Familien die Ortsvorsteher zu Wort – dieses Mal aus Aufhausen, Türkheim und Waldhausen.

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Zum Abschluss der GZ-Serie „So lebt sich’s hier“ sprechen die Ortsvorsteher von Aufhausen (links im Bild), Türkheim (rechts) und Waldhausen. ⬛ Alle Texte sowie Bildergeschichten zur Serie gibt es unter den Schwerpunkten auf www.geislinger-zeitung.de Fotos: Markus Sontheimer  Foto: 

Wie beurteilen Sie die Lebensqualität in Ihrem Stadtbezirk?

Ludwig Kraus (Aufhausen): Die ­Lebensqualität bei uns ist sehr gut. Aufhausen ist ein Stadtbezirk mit viel Dynamik und einer guten Zukunftsentwicklung, eingebettet in eine schöne Landschaft auf der Alb. Das Leben findet hier noch miteinander statt und nicht anonym.

Heinz Mekle (Türkheim): Die Lebensqualität finde ich gut, da wir dank unserer Bäckerei mit Café eine gute Grundversorgung haben. In der Dorfmitte haben wir mit dem Gasthaus eine gutbürgerliche Küche. Samstags kommt der Metzger aus Nellingen. Unsere Vereine bieten für alle, die geselliges Leben suchen und sich in die Dorfgemeinschaft integrieren wollen, etwas. Gut ausgebaute Wanderwege und prachtvolle Aussichtspunkte locken viele Wanderer an.

Reiner Strehle (Waldhausen): Die ­Lebensqualität bei uns ist gut – auch wenn sich Waldhausen in den vergangenen 20 Jahren zu einer Schlaf- und Wohngemeinde ent­wickelt hat.

Wofür steht Ihr  Stadtbezirk?

Kraus: Aufhausen steht für Gemeinschaft und Miteinander, für ­Zukunft und Entwicklung zusammen mit Jung und Alt.

Mekle: Türkheim steht für Offenheit und ein gutes Miteinander, und dass die Bürger zusammenhalten und bei großen Festen an einem Strang ziehen. Türkheim ist mit seinen Voll- und einigen Nebenerwerbslandwirten noch ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf.

Strehle: Waldhausen steht für ein schönes Ortsbild und eine gut gehende Gastronomie. Bei der Ortsverschönerung sind wir ganz vorne – es gibt über zehn Grünpatenschaften im Ort, die, unterstützt vom Bauhof, Grünflächen pflegen.  Mit Café, Gasthof und Besen bieten wir von morgens bis abends eine tolle Produktpalette an.

Was funktioniert besonders gut?

Kraus: Das Gemeinschafts- und Vereinsleben funktioniert in Aufhausen besonders gut. Jeder hilft in der Gemeinde mit für die Gemeinde, im Verein für den Verein. Zusammen etwas zu gestalten und auf den Weg zu bringen, zeichnet uns aus.

Mekle:  Die Zusammenarbeit und  das Erbringen von Eigenleistung funktioniert in Türkheim besonders gut. Man ist hilfsbereit und geht aufeinander zu.

Strehle: Unsere Vereine funktionieren gut, obwohl Waldhausen nur 250 Einwohner hat. Die  historische Feuerwehr, die landesweit auftritt, der Gesangsverein, die Landfrauen und die Kirchengemeinde prägen den Ort.

Wo gibt es Nachholbedarf?

Kraus: Schnelles Internet sowie eine Sport- und Mehrzweckhalle fehlen in Aufhausen, sind aber auf dem Weg. Beim Thema Nahversorgung und Dorfladen sind die Weichen gestellt.  Sicher gibt es großen Nachholbedarf bei der Sanierung der Wohnstraßen. Es ist jedoch an vielen anderen Stellen auch so – es fehlen einfach die Mittel.

Mekle: Türkheim braucht dringend ein neues Baugebiet. Schulgasse, Hintere Gasse sowie Obere Gasse sollten ausgebaut werden. Das alte Schulhaus müsste vollständig renoviert werden. Der Einbau eines behindertengerechten Aufzugs im Gemeinschaftshaus sollte realisiert werden. Außerdem sind wir ­bestrebt, dass der Glasfaserkabel-Ausbau vorangetrieben wird.

Strehle: Waldhausen hat, außer zur Schülerbeförderung, keine feste Buslinie. Das Rufbussystem schafft allerdings Abhilfe. Woran wir in nächster Zeit gewaltig arbeiten müssen, ist der Breitbandausbau

Was steht in den nächsten Monaten in Ihrem Stadtbezirk an?

Kraus: Der Engelplatz wird im Moment hervorragend saniert; im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt wird eine Leerrohrtrasse für schnelles Internet verlegt.  Die Planung für die neue Halle steht an, damit wir die ELR-Fördermittel ausschöpfen können. Die Arbeitsgruppe Dorfladen arbeitet an der Gründung einer Bürgergenossenschaft.

Mekle: Wir sind dabei, den zweiten Bauabschnitt für den Radweg von Türkheim nach Aufhausen zu bauen. Außerdem verhandeln wir, um die bestehende Starkstromtrasse der ENBW und die dazukommende Bahnstromleitung der Schnellbahntrasse weiter vom Dorf wegzubekommen.

Strehle: Zurzeit verlegt das Albwerk die passive Infrastruktur, die wir für den Internetausbau brauchen.

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