Sie sorgt für den guten Ton

Man sieht sie kaum auf der Empore im Veranstaltungsraum der Geislinger Rätsche - dafür hört man sie, und das gewaltig: Die Musical-Band sorgt auch bei "Cabaret" wieder für satten Sound und Gänsehaut.

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Sie sitzen oben auf der Empore, für das Publikum im Zuschauerraum des Geislinger Schlachthofes kaum sichtbar - und tragen doch das Geschehen auf der Bühne maßgeblich mit. Benjamin Rindt (Gitarre und Bass), Patrick Rößler (Bass), Hardy Philipp (Schlagzeug), Tobias Bestle (Altsaxofon), Amadeus Kaspschyk (Tenorsaxofon) und Bandleader Friedrich "Fritsch" Kienle am Klavier sind die Musical-Band bei der aktuellen Produktion der Rätsche "Cabaret".

Er war bei bislang allen vier Produktionen dabei, seit der zweiten als musikalischer Leiter der Band. "Ich hatte zuvor nichts mit Musicals zu tun", sagt Kienle, der an der Geislinger Musikschule unterrichtet, Kirchenmusik macht und in einigen Bands spielt, unter anderem bei Eric Gauthier. Eine Herausforderung, von der der 35-Jährige noch nicht wusste, "was für ein Riesenaufwand" das werden würde. Was sich für die Zuschauer so eingängig anhört, die bekannten jazzigen Songs aus Cabaret - "Money, Money", "Mein Herr", "Two Ladies" - begann mit so schlechtem Notenmaterial, dass Kienle für die aktuelle Produktion alles um- und neu schreiben musste. Gut eineinhalb Monate Arbeit habe ihn das gekostet, erzählt er. Miami Nights, das letzte Rätsche-Musical, sei die bislang musikalisch aufwendigste Produktion gewesen, sagt Kienle - mit Salsa-Elementen und schnellen hohen Passagen für die Bläser. "Das hat richtig gerockt!" Cabaret sei dagegen vor allem stilistisch eine Herausforderung: "Ragtime, Jazziges, hatten wir bislang noch nicht."

Um so zufriedener ist er mit seiner Band: Jeder Einzelne ist ein routinierter, absolut zuverlässiger Musiker, lobt Kienle seine Band: "Und wir haben viel Spaß." Etwa ein halbes Jahr bis zur Premiere proben sie gemeinsam, einmal in der Woche. Oft sei es für die Musiker zeitlich schwierig, an allen Proben teilzunehmen, bei nur sechs Leuten merke man jeden schmerzlich, der fehlt. Bis zur Premiere passe dann doch aber immer alles.

Mittlerweile hat Friedrich Kienle eine "entspannte Routine" entwickelt, aufgeregt ist er aber doch jedes Mal. Von der Stimmung im Zuschauerraum während der Aufführung bekommen die Musiker auf der Empore wenig mit: "Wir sind da voll konzentriert bei der Sache." Erst beim Schlussapplaus können sich die Sechs entspannen. So wird es auch bei den weiteren sechs Musical-Abenden sein, wenn es im Schlachthof wieder heißt: "Willkommen, bienvenue, welcome. . ."

Info Die Vorstellungen am 28. und 29. und 30. Dezember sowie am 26. Januar sind ausverkauft. Karten gibt es noch für die Aufführungen am 23. und 24. Februar unter info@raetsche.de

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