Schreinerlehrlinge zu Besuch in Pisek Partnerschaft der Berufsschule Geislingen

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Die Geislinger Schreinerlehrlinge am Schloss Hluboká. Foto: Jan Frese

Bereits zum zwölften Mal besuchte kürzlich die Klasse 1BFZ der Gewerblichen Schule Geislingen die Partnerschule in Pisek/ Südböhmen. Noch am Anreisetag verschafften sich die angehenden Schreiner bei einer kurzen Stadtführung vom Kirchturm aus einen Überblick über die Gegend. Dieser erste Eindruck konnte am folgenden Vormittag im Rahmen einer Stadtrallye vertieft werden. Dabei erkundeten die jungen Leute die alte Königsstadt mit der "kleinen Karlsbrücke" über die Otava und dem Schloss - einschließlich des darin befindlichen Museums - gemeinsam mit tschechischen Schülern. Anfängliche Verständigungsprobleme wurden so schnell überwunden.

Nachmittags fuhr die ganze Gruppe mit Kleinbussen nach Prag. Dort stand zunächst ein - bei hochsommerlichen Temperaturen anstrengender - Fußmarsch hinauf zum Hradschin, der größten Burganlage der Welt, auf dem Programm. Dort angekommen erfuhren die Teilnehmer geschichtliche Zusammenhänge und Besonderheiten der Architektur dieses beeindruckenden Gebäudekomplexes. Der Rückweg führte über den sehenswerten Barockgarten des Wallenstein-Palais und die berühmte Karlsbrücke zum Altstädter Rathaus.

Der darauffolgenden Tag führte die Gruppe zunächst in der Nähe von Budweis zum ehemals Schwarzenbergschen Schloss Hluboká. Dort befinden sich exzellente Holz- und Intarsienarbeiten, die die jungen Fachleute begeisterten. Nachmittags konnten die Teilnehmer bei einer Rafting-Tour auf der Moldau ihren Teamgeist unter Beweis stellen. Die Fahrt endete in Krummau, einer Stadt des Weltkulturerbes. Am Abend fand in der historischen Altstadt ein großes Mittelalter-Fest statt, das durch die Fackelbeleuchtung die schönen Giebel der unzähligen Renaissancehäuser besonders zur Geltung brachte und den Reiseteilnehmern noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Über Horny Plana am Lipno-Stausee ging es am letzten Tag zurück nach Geislingen, wo die Gruppe am Abend erschöpft, aber um viele positive Erfahrungen und Eindrücke reicher, eintraf. Auch in diesem Jahr geht ein herzlicher Dank an den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der mit seiner finanziellen Unterstützung diese Fahrt erst ermöglichte.

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