Schraffierte Bilder

Zeitgenössische Kunst des Kulturpreisträgers von 2013 sowie Lyrik und Musik der Renaissance gab es am Freitag in der Geislinger Stadtbücherei.

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Stefan Renner führte in die Ausstellung von Michael Schramm (von hinten) in der Geislinger Stadtbücherei ein. Der Kunststudent hatte im Rahmen des Kulturherbstes 2013 einen der beide Kulturpreise der Stadt erhalten.  Foto: 

Im Rahmen des Kulturherbstes 2013 als junger Bildender Künstler mit dem Schubartpreis der Stadt Geislingen ausgezeichnet, kehrte Michael Schramm nun mit einigen Werken in die Fünftälerstadt zurück. Sein ehemaliger Kunsterzieher am Geislinger Michelberg-Gymnasium, Stefan Renner, führte die gut 30 Gäste in der Stadtbücherei in die teils schwer zugänglichen Arbeiten des 22-Jährigen ein. Renner erinnerte an ein Zitat des Malers Adolph Menzel: "Alles Zeichnen ist nützlich und Alles zeichnen auch." Menzel ging es im 19. Jahrhundert um das abbildhafte Zeichnen. Der Kunststudent Schramm verfügt natürlich über die technischen, formalen und gestalterischen Mittel, Wirklichkeit mit Hilfe eines Stiftes quasi naturgetreu abzubilden. Er verwende diese Mittel jetzt aber nicht mehr in "dem der Illusion dienenden Kontext", erklärte Renner. Es entstünden Bilder, die sich aus dem aufbauen, woraus abbildhafte Bilder sind: Schraffuren, Texturen und ähnliches. Schramms Bilder erinnerten letztlich an Teile von Bildern, die etwas abbildhaft darstellen wollen. "Die Texturen, Schraffuren haben sich der Gegenstände, die sie mal dargestellt haben, entledigt, erscheinen vergrößert . . ."

Bei den publikumswirksameren Malereien Schramms wiederum geht es um das Durchdringen von Bildgegenständen, von Vorder- und Hintergrund.

Es war ein interessiertes Publikum, das nach Renners Einführungsrede auch das Gespräch mit Schramm suchte. Die Vernissage hatte der Gitarrist Inge Ronnabakk mit einem modernen und einem klassischen Musikstück untermalt.

Ronnabakk wirkte auch beim zweiten Teil des Abends mit, wo er sich ausschließlich auf Renaissance konzentrierte. Dazu lasen Claus Bisle, Gabi Glang und sechs weitere Mitglieder im Geislinger Literaturnetzwerk Texte von männlichen und weiblichen Autoren der Renaissance.

Mit dieser Doppelveranstaltung endete die erste Woche des Geislinger Kulturherbstes.

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