Eines waren die Aufhausener schon immer: Heschas

Der Spitzname für die Aufhausener lautet Heschas. Das kommt von Heerscharen, weil einer für den anderen da war. Das gilt bis heute.

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Eine Sonnenblume streckt in der Aufhausener Dorfmitte ihr strahlendes Köpfchen aus. Auch die Bewohner fühlen sich in ihrem Stadtbezirk wohl, die Gemeinschaft ist ihnen sehr wichtig.  Foto: 

Wer Ludwig Kraus fragt, wie er Aufhausen am treffendsten charakterisiert, erhält die Antwort: „Fein, lebens- und liebenswert, sehr stark von der Gemeinschaft geprägt.“  Damit erfasst der Ortsvorsteher das Wesentliche – genau die Punkte, warum sich 952 Menschen, darunter sehr viele Familien, in dem Geislinger Stadtbezirk so wohlfühlen.

Dabei gibt es rein faktisch gesehen zahlreiche Argumente, die gegen das Wohnen in Aufhausen sprechen: mit der Grundversorgung etwa ist es schlecht bestellt. Es gibt weder Bäcker noch Metzger noch Arzt noch Apotheken. Dafür benötigen die Bewohner ein Auto, genauso wie für die Fahrt zu weiterführenden Schulen oder zum Arbeitsplatz, denn auch der öffentliche Personennahverkehr ist „nicht wirklich optimal“, sagt Ortsvorsteher Kraus, „während der Schulferien ist er schon fast katastrophal.“ Die Verbindungen reichten entweder nach Nellingen beziehungsweise Laichingen oder nach Geislingen. Eine direkte Verbindung ins Täle oder nach Göppingen gibt es gar nicht.

Und dennoch: Die Aufhausener lieben ihren Ort. Der Grund dafür ist zum einen das schöne Wohnumfeld. Zum anderen aber vor allem der ausgeprägte Gemeinschaftssinn. Nicht ohne Grund werden die Aufhausener  „Heschas“ genannt, wie Ludwig Kraus informiert. „Das kommt daher, dass die Aufhausener nie alleine, sondern immer in Heerscharen aufgetreten sind und einer für den anderen da war“, erläutert er und fügt hinzu: „Das ist auch heute noch so, das sieht man an der intensiven Mithilfe bei allen Projekten durch die Bevölkerung.“

Dazu fallen Ludwig Kraus viele Beispiele ein: die Arbeitsgruppe, die aktuell die Nahversorgung im Ort verbessert, indem sie einen Dorfladen auf die Beine stellt. Der steht vermutlich bis Ende des Jahres den Bürgern sowohl zum Einkaufen als auch als Treffpunkt für Kommunikation zur Verfügung.

Die Arbeitsgruppe, die durch ihren Einsatz dafür gesorgt hat, dass sich der Engelsplatz heute als Schmuckstück präsentiert. Der Einsatz der Bürger vor wenigen Jahren für den Erhalt des Pflegeheims „Sonnenblick“ im Ort. Die Zusammenarbeit bei der Renovierung des Feuerwehrhauses. Die Gruppe, die den Ort für Wanderer und Spaziergänger mit Hinweisschildern bestückt und Wandertouren ausweist. Die Mitarbeit der Bürger im Förderverein für die neue Sport- und Mehrzweckhalle, mit der in den nächsten zwei oder drei Jahren zu rechnen ist. Oder dass sich sogar ein Verein gegründet hat, der sich mit dem Thema Breitbandausbau auseinandersetzt und deutliche Fortschritte erzielt hat.

Was die Bildung und die Freizeitgestaltung in Aufhausen betrifft, fällt dem Ortsvorsteher ebenfalls viel Positives ein. Es gibt sowohl einen Kindergarten als auch eine Grundschule, die beide von Aufhausener und von Türkheimer Kindern besucht werden. Es gibt sogar einen „Musikschulableger“: Heidemarie Güller unterrichtet in Aufhausen Gitarre, Renate Menzel Klavier und Saxofon.

In ihrer Freizeit haben die Älbler die Möglichkeit, auf zwei Sportplätzen zu kicken oder anderweitig Sport zu treiben. Für Kinder gibt es einen Spielplatz, der auch für die Eltern gemütlichen Platz im Schatten bietet.

Den Bezug zur Kernstadt Geislingen beschreibt der Ortsvorsteher als gut. „Ich denke, wir in Aufhausen dürfen aktuell mit der Stadt, der Verwaltung und dem Gemeinderat sehr zufrieden sein. Wurde und wird doch einiges für uns bewegt.“

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