Relaxter Groove und leichtes Bluesfeeling

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Eingespieltes Team: Gitarrist Paul Lawall und Drummer Christian Aures präsentieren Rootsmusik mit Raffinesse.  Foto: 

Der Gitarrist und Sänger Paul Lawall trat am vergangenen Wahlsonntag im Rahmen einer Matinee gemeinsam mit seinen „Dukes of Rhythm“, zu denen Michael Walter am Bass, Christian Aures an den Drums und Volker Kunschner an den Tasten gehören, im gut besuchten Kapellmühlsaal auf. Sie spielten Songs aus ihrem Album „9 Songs To Make You Feel Better...“, Coverversionen und brandneue Originale, die alle aus dem Geiste rootsorientierter Musik heraus geformt zu sein schienen.

Unterschiedliche Stile klangen an und wurden durch das Spiel und den  Sound der Band zu einer eigenständigen musikalischen Position verwoben. Von Country über Folk und Soul bis hin zu gesungenem oder instrumentalem swingendem Blues reichte die stilistische Bandbreite, die stets in lockerem Groove und leichtem Bluesfeeling dargeboten wurde. Das Zusammenspiel der Musiker bestach durch eine angenehm atmende Exaktheit, eine leichte Laid-Back-Haltung, musikalische Raffinesse sowie Understatement.

Dargeboten wurde weit mehr als ein weiteres Statement im Bereich Bluesrootsrock nach gängigem Muster, auch deshalb, weil bisweilen poppige Töne anklangen. Hinzu kam, dass die gespielten Songs einen hohen Wiedererkennungswert besaßen, Stimmungen entfalteten und Zeit und Raum für feine Interaktionen ließen. Lawall vermied gekonnt Skalensport. Feines Timing und melodiöse Linien prägten sein Spiel. Elegant verflocht er Pausen, kurze und lang gezogene Töne und Tonfolgen zu Soli von großer improvisatorischer Güte, die stilsicher Thema, Atmosphäre und Struktur des jeweiligen Stücks aufgriffen. Als Sänger begegnete er seinen Songs nicht lautschreierisch, sondern angenehm zurückhaltend – mit smarten Ansagen führte er durch den Morgen.

Auch seine Mitstreiter, allesamt Könner und in vielen Projekten musikalisch aktiv, vermochten die Songs ganz selbstverständlich in einen lässigen Groove zu versetzen, den sie fein dynamisch akzentuierten. Nichts Überflüssiges spielten sie, sondern das, was die Songs brauchten, um „in Time“ zu  atmen und zu grooven und dabei ihre Stimmungen zu entfalten.

Die Songs, etwa das rifforientierte „Trust Yourself“, das groovende „There Is A Price You‘ve Got To Pay“ oder die anrührende Ballade „You Say I Was Wrong“, machten deutlich, dass es an diesem Morgen um ein relaxtes Interagieren vor dem Hintergrund starker Songs ging. Das Publikum war mehr als angetan und forderte mehrere Zugaben.

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