Rektor Frey: Hochschule braucht die B 10

Auch die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt schreibt ans Berliner Verkehrsministerium: Ein Neubau der B 10 ist für den Standort Geislingen nötig.

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Studenten und Dozenten der Geislinger Hochschule kennen das: Zu Vorlesungsbeginn steht man im Stau. Für die Hochschule ist das nicht nur ärgerlich, sondern existenziell. Denn vor allem die Gastdozenten – meist Führungskräfte von Unternehmen im Großraum Stuttgart – müssen Geislingen schnell erreichen können. „Wenn die dann im Stau stehen, bedeutet das für sie mehr Aufwand, aber ihre Zeit ist oft knapp“, erklärt der Rektor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Geislingen-Nürtingen (HfWU), Professor Andreas Frey.

Auf diese Gastdozenten aus der freien Wirtschaft sei die HfWU aber angewiesen – sie ist als Hochschule für angewandte Wissenschaften praxisorientiert. Auch der Erfolg des geplanten Innovations- und Gründerzentrums auf dem WMF-Gelände sei von einem B 10-Neubau abhängig. „Für die Ansiedlung von Unternehmen ist die Infrastruktur – ob Breitband oder Straße – maßgebend.“ Deshalb schreibt auch Frey an das Berliner Verkehrsministerium. „Wir unterstützen alles, was dazu beiträgt, dass Geislingen als Standort attraktiver wird.“

Freys Vorgänger im Amt, der CDU-Stadtrat Professor Werner Ziegler, schreibt ebenfalls. „Nun tut sich – Gott sei Dank – etwas“, bejubelt er die Pläne des Bundes für den Abschnitt bis Geislingen Mitte. „Leider ist dies letztendlich im wahrsten Sinne des Wortes ein Stückwerk“. Kommt die neue B 10 in Geislingen an, entspanne dies die Verkehrssituation nicht, sondern verschlechtere sie. Ziegler denkt auch an Unternehmen, die Fachkräfte anwerben wollen: Potentiellen Kandidaten müssten sie deutlich mehr bieten – allein wegen der schlechten Verkehrsanbindung. Und viele Betriebe, die erweitern wollen, würden Geislingen deshalb meiden. Sein dringender Appell: „Dem Ausbau der B 10 bis Geislingen Mitte muss ein nahtloser Weiterbau mit Tunnel ins Rohrachtal folgen.“ 

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