Reden will gelernt sein

Reden und zuhören wird 22 Jungstudenten künftig nicht mehr schwerfallen. An der Kinderhochschule lernten sie Kommunikations-Modelle kennen.

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Die kleinen Studenten lauschen aufmerksam der Professorin, die über das Reden und Zuhören sprach. Foto: son

Als Wissenschaftlerin ist Professorin Dr. Barbara Kreis-Engelhardt strukturiertes Reden gewohnt. "In drei Schritten lässt sich nahezu jedes Problem lösen" informierte sie am vergangenen Donnerstag ihre aufmerksamen Zuhörer an der Geislinger Kinderhochschule. "Wo gibt es ein Problem? Was sagt die Wissenschaft? Was kann man tun?" So ließ sich auch klären "Warum reden und zuhören manchmal so schwer ist". Dieses Thema hatte die Professorin für den studentischen Nachwuchs ausgesucht. Dass das Zuhören manchmal anstrengend ist und das Gesagte vom Gegenüber immer mal wieder falsch verstanden wird, das weiß jedes Kind. Warum das so ist, erklärte die Professorin anhand einiger Kommunikations-Modelle. Virginia Satir, Vera Birkenbihl, Paul Watzlawick oder Friedemann Schulz von Thun - weltweit haben sich zahlreiche Wissenschaftler und Therapeuten mit der zwischenmenschlichen Kommunikation beschäftigt.

Anhand dieser Modelle lernten die Buben und Mädchen schnell, wie man den Verlauf eines Gespräches bewusst steuern kann. Alisa und Lena zeigten das in einem Rollenspiel. Lena war nicht pünktlich, Alisa sauer. Durch ein "Es tut mir leid, das kommt nicht wieder vor" nahm Lena ihrer Freundin gleich den Wind aus den Segeln und vermeidet einen Streit. "Es ist wichtig, sich in den anderen hineinzuversetzen, in die Augen schauen, sich dem Gesprächspartner zuzuwenden" brachte die Professorin ihren jungen Zuhörern bei.

Haltung, Gestik, Mimik spielen bei einem Gespräch immer eine Rolle, denn hierüber lässt sich ausdrücken: "Mit dir zu reden ist mir wichtig oder eben egal." So könne man der Mama, wenn sie schimpft, durchaus sagen: "Mama jetzt hast du aber laut gesprochen!" Bewusst wahrnehmen und bewusst Feedback geben, Gefühle spüren und artikulieren. Am Ende bat die Professorin die Kinder nach vorne. Ich habe beobachtet..., Ich denke.., Ich möchte..., stand auf den Kärtchen die die Kinder hochhielten. So kann gute Kommunikation beginnen.

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