Protest gegen Sparpläne Lehrer-Gewerkschaft übergibt Unterschriftenliste

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat im Kreis Unterschriften gegen die Sparpläne der Landesregierung gesammelt. Nun übergab sie die Liste an die hiesigen Abgeordneten der Regierungsparteien.

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"Gut angelegt: Geld für Bildung" - unter diesem Motto hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Kreis Göppingen Unterschriften gegen die Sparpläne der Landesregierung im Bildungsbereich gesammelt. Nun übergab die GEW rund 150 Unterschriften an die Landtagsabgeordneten Jörg Fritz (Grüne) sowie Sascha Binder und Peter Hofelich (beide SPD).

Dabei betonte Holger Kißling, Vorsitzender der GEW im Kreis Göppingen: "Bildung ist die Zukunft unserer Kinder und die Zukunft unseres Landes. Diese Binsenweisheit spricht zwar jeder Politiker aus, aber wenn es an die Umsetzung geht, fehlt plötzlich das Geld."

Laut einer Pressemitteilung der GEW bescheinigen Untersuchungen den Schülern "allenfalls mittelmäßige Leistungen", auch die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der IGLU-Studie sähen Deutschland im Mittelfeld. Für die GEW "kein Wunder, hinken doch die Ausgaben für Bildung in der Bundesrepublik im Allgemeinen und im Land im Besonderen dem OECD-Durchschnitt schon seit Jahren hinterher".

"Die grün-rote Landesregierung ist mit einem positiven Bildungsaufbruch gestartet. Der wird jetzt aber der Sparpolitik geopfert", kritisierte Kießling. Demnach sollen zum kommenden Schuljahr 1000 Lehrerstellen eingespart werden, bis 2020 insgesamt 11 600, obwohl - wie die GEW anmerkt - jede Schulart dringend Personal brauche: An den Schulen finde kein Stütz- und Förderunterricht statt, es fehle eine Krankheitsreserve, das Personal sei überlastet und solle trotzdem immer noch mehr stemmen.

"Diese Situation kennen wir von früheren Regierungen, von der grün-roten haben wir mehr erwartet", betonte Kißling: "Wir wollen die Reformen erfolgreich gestalten, wenn die Regierung aber keine Finanzen dafür zur Verfügung stellen will, werden die guten Ansätze totgespart." Deshalb fordert die Gewerkschaft von der Landesregierung, von Einsparungen abzusehen, um die Zukunft der Kinder im Bildungsbereich zu sichern.

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