Polizei fasst Schmuckräuber

Fahndungserfolg der Polizei: Die beiden Räuber, die am 4. Dezember das Juweliergeschäft Haller in Göppingen überfallen haben, sind gefasst.

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Kommissar Zufall hatte bei der Aufklärung des Raubüberfalls auf das Juweliergeschäft Haller in der Ulmer Straße in Göppingen seine Hände im Spiel. Einer der Täter wurde offenbar am vergangenen Samstag bei einer Polizeikontrolle in Stuttgart gefasst. Das teilten gestern die Ulmer Staatsanwaltschaft und die Göppinger Polizeidirektion mit. Bei der Kontrolle eines 34-jährigen Autofahrers fiel den Beamten eine Goldkette mit Edelsteinen auf, an der das Preisetikett von "Uhren Haller" angebracht war. Die Stuttgarter Beamten stellten sofort einen Bezug zu dem Göppinger Raub her und nahmen den Mann fest. Im Rahmen weiterer Ermittlungen durch die Göppinger Kriminalpolizei konnten auch andere Beutestücke bei dem Mann sichergestellt werden. Der 34-Jährige räumte ein, an dem Raub beteiligt gewesen zu sein. Auch zu seinem Komplizen machte er Angaben, was zur Festnahme eines 31-jährigen Mannes am Montagmittag führte. Als die Polizei dessen Wohnung durchsuchte, stieß sie auf Schmuckstücke aus dem Raubüberfall auf den Göppinger Juwelier. Außerdem fanden die Kripobeamten Kleidungsstücke, die die Täter beim Überfall getragen hatten. Beide Verdächtige wurden auf Antrag der Ulmer Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehle erließ. Die Männer sitzen in Untersuchungshaft.

Kurz vor Geschäftsschluss um 18 Uhr hatten die Täter am 4. Dezember das Juweliergeschäft Haller in der Ulmer Straße betreten. Die maskierten Männer bedrohten zunächst zwei Verkäuferinnen mit einer Schusswaffe. Die beiden Frauen sowie vier weitere Angestellte, die sich in dem Laden aufhielten, mussten sich auf den Boden legen. Danach musste eine der Beschäftigten den Tresor öffnen. Die Räuber bedienten sich daraus und flüchteten mit Goldschmuck wie Ringen, Ketten, Krawattennadeln und Manschettenknöpfen. Die Polizei hatte unter anderem mit einem Hubschrauber mehrere Stunden nach den Tätern gefahndet - ohne Erfolg. Noch am selben Abend hatte die Göppinger Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Unter anderem waren Fotos der Überwachungskamera veröffentlich worden. Der erste Täter soll etwa 1,85 Meter groß und extrem schlank sein. Er hat nach Zeugenangaben schwarze Haare, einen dunklen Teint und ein "osteuropäisches Aussehen", eine herbe Aussprache, dunkle auffällige buschige Augenbrauen und dunkle Augen. Maskiert war er mit einer schwarzen Wollmütze mit Sehschlitzen. Der Mann trug eine graue Handwerkerhose mit aufgesetzten Taschen, eine olivgrüne Softshelljacke und blaue Arbeitshandschuhe.

Der zweite Täter trug einen rot-weißen "Palästinenser"-Schal, eine Jeanshose, eine mintfarbene Sportjacke mit Kapuze, eine schwarze Lederjacke und schwarze Handschuhe. Noch unklar ist, ob das Verbrechen in Göppingen, bei dem keiner der bedrohten Angestellten verletzt wurde, in Zusammenhang mit ähnlichen Überfällen in der Region steht. Im Herbst war in Ulm ein Juwelier am Münsterplatz innerhalb weniger Wochen zweimal das Opfer von Räubern geworden.

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