Patient ist die Hauptperson

Um chronische Wunden besser zu versorgen, schließen sich Ärzte, Pflegedienste, Sanitätshäuser, Orthopädieschuhtechniker und Podologen in der Region Alb-Fils zu einem Wundnetz zusammen.

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Dr. Rolf-Gunther Braig (links) und Dr. Ingenieur Stephan Schweizer, hier sitzend, bei der Unterzeichnung der Gründungsurkunde des "Wundnetz-Alb-Fils", sind Sprecher der Arbeitsgemeinschaft.

Menschen mit chronischen Wunden sollen in der Region Alb-Fils optimal versorgt werden, deshalb wurde jetzt ein Netzwerk gegründet, dem Ärzte, Pflegedienste, Sanitätshäuser, Orthopädieschuhtechniker und Podologen angehören und die zudem möglichst wirtschaftlich arbeiten wollen.

Wenn eine Wunde wochenlang nicht heilt, unangenehm riecht, nässt und oft auch schmerzt, dann handelt es sich um eine chronische Wunde, heißt es in einer Pressemitteilung. Gründe für chronische Wunden gibt es viele: Beispielsweise können Diabetes, Venenschwäche (CVI), Verschluss der Arterien (pAVK), Druckgeschwüre ausgelöst durch Immobilität oder eine Krebserkrankung verantwortlich sein. Das Wichtigste ist deshalb, dass herausgefunden wird, welche Ursache die Wunde hat. Dann müssen die richtigen Schritte eingeleitet werden: Druckentlastung, geeignete Wundbehandlung, Entstauung der Beine, Venenoperation, Behandlung des Diabetes, präventive Maßnahmen, podologische Behandlung, gutes Schuhwerk und vieles mehr.

Die Lebensqualität der Patienten, die durch Schmerz, seelisches Leid, den Geruch und das Nässen der Wunde eingeschränkt sind, soll verbessert werden. "Viel Leid ist überflüssig und vermeidbar, wenn Leistungserbringer Hand in Hand arbeiten und gemeinsam mit Patienten Lösungen suchen", erklärt dazu der Göppinger Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. Rolf-Gunther Braig, den Beweggrund für die Gründung des Wundnetzes Alb-Fils.

Das als Arbeitsgemeinschaft organisierte Wundnetz koordiniert die Behandlung und ist Ansprechpartner für Fragen, die sich für überweisende Ärzte, Patienten und Angehörige ergeben. Die neu eingerichtete Wundsprechstunde in der Praxis Dr. med. Braig in Göppingen dient als Unterstützung für Patienten und niedergelassene Ärzte, wenn gemeinsam mit Wundexperten ein Behandlungsplan festgelegt wird. Die Gründer des Wundnetzes Alb-Fils haben sich auf gemeinsame Qualitätsstandards geeinigt. Die Pflegedienste und Wundmanager sorgen dafür, dass der Therapieplan auch in der häuslichen Umgebung eingehalten wird, um Behandlungserfolge nicht zu gefährden.

Ist ein operativer Eingriff erforderlich, wird gemeinsam mit dem Patienten die passende Klinik gesucht. Die Krankenhäuser werden über alle bisherigen Maßnahmen informiert, sodass die Überleitung einfach und zügig stattfinden kann.

Der Vorteil des Patienten ist, dass sich Spezialisten zusammengefunden haben, die sich ganz auf das Gebiet der Wundbehandlung fokussieren, sich permanent fortbilden und austauschen. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen Gruppen, Forschungseinrichtungen und Selbsthilfevereinen wird angestrebt. In Informationsveranstaltungen und leicht verständlichen schriftlichen Informationen soll zudem über das Thema der Versorgung chronischer Wunden aufgeklärt werden, um auch einer sozialen Ausgrenzung der Patienten entgegenzuwirken, heißt es in der Pressemitteilung.

Im Wundnetz Alb-Fils haben sich Spezialisten zusammengefunden, die sich kontinuierlich fortbilden und austauschen. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen Gruppen, Forschungseinrichtungen und Selbsthilfeorganisationen garantiere zudem einen stetigen Wissenstransfer. In Informationsveranstaltungen und leicht verständlichen schriftlichen Informationen sollen zudem Patienten und Angehörige über das Thema der Versorgung chronischer Wunden aufgeklärt werden.

Außerdem arbeitet das Wundnetz an Präventionskonzepten, die von Menschen wahrgenommen werden können, deren Grunderkrankung zu einer chronischen Wunde führen könnte.

Info Weitere Informationen zum Wundnetz-Alb-Fils finden sich im Internet unter www.wundnetz-alb-fils.de und bei den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft.

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