Nur zufriedene Gesichter beim Albwerk

Knapp 200 der 1400 Anteilseigner lassen sich bei der Generalversammlung in der Jahnhalle nicht nur mit positiven Zahlen füttern.

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  • Beim Albwerk geht es in fast allen Bereichen nur aufwärts: Momentan entsteht gerade das neue Kunden- und Servicezentrum in der Eybstraße, das mit einem Glassteg (rechts im Bild) an den bisherigen Bau angedockt ist. 1/2
    Beim Albwerk geht es in fast allen Bereichen nur aufwärts: Momentan entsteht gerade das neue Kunden- und Servicezentrum in der Eybstraße, das mit einem Glassteg (rechts im Bild) an den bisherigen Bau angedockt ist. Foto: 
  • Erfreut die Zuhörer mit vielen positiven Zahlen: Albwerkchef Hubert Rinklin in der Jahnhalle. 2/2
    Erfreut die Zuhörer mit vielen positiven Zahlen: Albwerkchef Hubert Rinklin in der Jahnhalle. Foto: 
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Nicht nur der Zwiebelrostbraten, der zum Auftakt  der 101. ordentlichen Generalversammlung des Albwerks serviert wurde, sorgte für eine gelöste und familiäre Stimmung. Auch die gute Ertragslage des zurückliegenden Geschäftsjahres 2016 hinterließ bei den knapp 200 der insgesamt 1400 Anteilseigner, die am Dienstagabend in die Jahnhalle kamen, zufriedene Gesichter. Sie bekommen eine satte Dividende von zwölf Prozent. Davon können die Aktionäre der Branchenriesen wie ENBW oder RWE nur träumen. Wie Hubert Rinklin, Vorstandsvorsitzender des Albwerks, in seinem Rechenschaftsbericht erläuterte, sei die Kundenbindung und die Kundenzufriedenheit unverändert gut.  Nur zwölf Prozent der über das Netz des Albwerks versorgten Haushalte würden ihren Strom von anderen Energieversorgern beziehen. „Bundesweit liegt die Quote zwischenzeitlich bei 42,2 Prozent“, betonte Rinklin.

Die Albwerk GmbH & Co.KG., der hiesige Energieversorger und größtes Tochterunternehmen der Genossenschaft, verkaufte im vergangenen Jahr 430 Millionen Kilowattstunden an seine rund 50.000 Kunden und damit rund 1,5 Prozent weniger als 2015. 36 Prozent davon kommen aus erneuerbaren Energiequellen und sind rein rechnerisch für die Versorgung von 67.000 Haushalten ausreichend. Die Umsatzerlöse betragen 136 Millionen Euro und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Millionen Euro erhöht.

Mit neuen Produkten und Dienstleistungen wie einer intelligenten Vernetzung und digitalen Verzahnung von Erzeugung und Verbrauch sowie einem umfassenden Fotovoltaikpaket, das im Spätsommer 2017 auf den Markt kommt, soll nach Rinklins Worten die positive Entwicklung des Unternehmens vorangetrieben werden. Auch die Elektromobilität sei ein Geschäftsfeld, das Zukunftsperspektiven verspreche. Neben der Albwerk GmbH & Co. KG gibt es noch     22 weitere Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Genossenschaft, die sich ebenfalls gut entwickelt hätten. So liegt beispielsweise im Bereich Netze und Vertrieb das Ergebnis des Regionalwerks Bodensee bei knapp 1,9 Millionen Euro, das der Stadtwerke Waldkirch bei rund 2,3 Millionen Euro und damit deutlich höher als im Vorjahr. Auch die jüngsten Beteiligungsgesellschaften wie der Betrieb der Stromnetze von Bad Boll und Lenningen hätten die geplanten Synergieeffekte sowie Effizienz­steigerungen gebracht.

Im Bereich Contracting und Erzeugung, der sich hauptsächlich auf die regenerative Energieerzeugung konzentriert, zeigt sich eine durchwachsene Entwicklung. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft an der Fils übertraf ihren Wert aus dem Vorjahr, die Fotovoltaik lag auf dem Niveau des Jahres 2015 und die Windkraft mit 18,6 Millionen Kilowattstunden als größte regenerative Energiequelle lag knapp unter den Erwartungen.

Wie Rinklin betonte, sind weitere Windräder in Hohenstadt, Drackenstein und Schnittlingen in Planung. Doch durch die zahlreichen naturschutz-, verfahrens- und planungsrechtlichen Restriktionen würden sich die Genehmigungen verzögern. Aufgrund anhaltender technischer Probleme hätte man sich von den Biogasanlagen auf dem Albhof in Lauterstein getrennt und an den Mitgesellschafter veräußert.

Im Bereich elektro- und informationstechnisches Handwerk verzeichneten die Albmärkte in Geislingen und  Laichingen eine Umsatzsteigerung um vier Prozent auf sechs Millionen Euro. Mit einer umfassenden Modernisierung des Geislinger Albmarktes soll diese positive Entwicklung fortgesetzt werden. Abschließend stellte Hubert Rinklin den Jahresabschluss 2016 vor, den die 200 Anteilseigner der Generalversammlung einstimmig annahmen und Vorstand und Aufsichtsrat erteilten ebenfalls einstimmig Entlastung.

Bilanz Die Bilanzsumme des Albwerk-Konzerns 207,8 Millionen Euro (Vorjahr 190,6 Millionen Euro), der Anteil des Eigenkapitals liegt bei 64 Prozent. Insgesamt erwirtschafteten die 354 Mitarbeiter Umsatzerlöse von 217,6 Millionen Euro (Vorjahr: 209,6 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich von 10 354 000 Euro auf 10 861 000 Euro. Der Konzernjahresüberschuss beträgt 8 119 000 Euro (Vorjahr 7 222 000 Euro).

Ausschüttung Der Jahresüberschuss der Genossenschaft liegt mit 4,1 Millionen Euro um 1,4 Millionen Euro über dem Vorjahr. An die Mitglieder der Genossenschaft wird insgesamt eine Dividende in Höhe von rund 200 000 Euro ausgeschüttet.

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