Neues Sehen – in Licht,  Raum und Bildsprache

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Heinz Scheiffele, Leiter des historischen Archivs der WMF, beim Aufbau der 33. Weihnachtsausstellung von Stadt und Kunst- und Geschichtsverein in der Galerie im Alten Bau. Am Freitag um 19.30 Uhr beginnt die Vernissage.   Foto: 

Jahrzehntelang lagerten sie im Archiv  – jetzt werden sie zum ersten Mal wieder öffentlich gezeigt: innovative Produktfotografien der WMF, die im Zeitraum zwischen 1928 und den 60er Jahren entstanden. Sie sind Thema der am Freitag beginnenden 33. Weihnachtsausstellung im Alten Bau in Geislingen.

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts veränderte sich die Fotografie, deren Anfänge weit in das 19. Jahrhundert zurückreichen. Sie entwickelte sich zu einem Medium, das künstlerischen Ausdruck ermöglichte.

Und es entstand ein angesehener Berufszweig, der in der Werbung, in Wirtschaft und Handel an Bedeutung gewann.

Neue technische Möglichkeiten weckten die Lust am Experimentieren. Neuartige Filmmaterialien und Kameras versetzten die Fotografen in die Lage, einen ganz anderen Blick auf herkömmliche Themen und Gegenstände zu werfen. Licht, Raum und Bildsprache werden zu künstlerischen Ausdrucksmitteln. Durch die Linse einer aufstrebenden Generation von Industriefotografen entstand ein neues Sehen.

Die Ausstellung zeigt, wie sich die Fotografen, seien es Freiberufler oder im WMF-eigenen Atelier Beschäftigte,  von den Produkten des Unternehmens zum Spiel mit Formen, Licht und Schatten anregen ließen. So rückt zum Beispiel Hans Finsler im Jahr 1929 Lampenschirme in ein neues Licht, spielt mit Schatten und Bildausschnitt und stellt die Fotografie gar auf den Kopf. Daneben präsentiert die Ausstellung Arbeiten des Stuttgarter Fotografen Adolf Lazi und der beiden WMF Werksfotografen Emil ­Jäger und Karl Schuhmacher.

Oberbürgermeister Frank Dehmer eröffnet am Freitag um 19.30 Uhr die Ausstellung von Stadt und Kunst- und Geschichtsverein. In die Ausstellung führen Stadtarchivar Hartmut Gruber und der Leiter des WMF Archivs, Heinz Scheiffele, ein. Die Musikschule Geislingen umrahmt die Vernissage.

Info Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet und läuft noch bis zum 14. Januar. An Heiligabend und Silvester geschlossen.

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