Modern und zukunftsfähig

"Die Kreispolitik steht fest zur Helfenstein Klinik," bekannte Landrat Edgar Wolff am Freitagnachmittag bei der offiziellen Einweihung des neuen Gesundheitszentrums. Lob und Dank bestimmten alle Reden.

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  • Markante Architektur: Das Gesundheitszentrum der Helfenstein Klinik mit Foyer, Patientenaufnahme, Ambulanzen, Ärztehaus und Dienstleistern. Foto: Christoph Wolfinger 1/2
    Markante Architektur: Das Gesundheitszentrum der Helfenstein Klinik mit Foyer, Patientenaufnahme, Ambulanzen, Ärztehaus und Dienstleistern. Foto: Christoph Wolfinger
  • Festakt: Mit Ansprachen von Landrat Wolff (links) und anderen wurde gestern das Gesundheitszentrum der Helfenstein Klinik eingeweiht. Foto: Markus Sontheimer 2/2
    Festakt: Mit Ansprachen von Landrat Wolff (links) und anderen wurde gestern das Gesundheitszentrum der Helfenstein Klinik eingeweiht. Foto: Markus Sontheimer
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Das neue Gesundheitszentrum und die umfassende Modernisierung der Helfenstein Klinik stellt eine der größten Landkreis-Investitionen der vergangenen Jahre dar. "Das war ein Kraftakt", strich Landrat Edgar Wolff am Freitag bei der Einweihung heraus. Von den Gesamtkosten von 24 Millionen Euro betreffen gut zehn Millionen das privatwirtschaftlich finanzierte Ärztehaus. Das Land bezuschusst die Klinikmodernisierung mit 7,2 Millionen Euro - und gab damit deutlich mehr Geld als erwartet, wie Wolff dankbar erwähnte. Er wertet das als klares Signal dafür, welchen Stellenwert die Verbesserungen auch aus der Warte des Landes genießen. Er selbst sieht darin einen sichtbaren Fortschritt in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung im Raum und einen Meilenstein in der Zukunftssicherung der Klinik. Die Arbeiten am Geislinger Haus würden zeitlich, inhaltlich, funktional und finanziell planmäßig abgeschlossen, stellte der Landrat zufrieden fest. Den federführenden Leuten attestierte er: "Sie haben einen hervorragenden Job gemacht."

Der kaufmännische Direktor der Alb Fils Kliniken, Wolfgang Schmid, erinnerte daran, dass das Ärztehaus "lange am seidenen Faden" gehangen sei. Erst kurz vor Baubeginn seien für 70 Prozent der Flächen, wie gefordert, Mietvorverträge mit Ärzten und Gesundheitsdienstleistern abgeschlossen gewesen. Die Bauphase bei laufendem Betrieb habe logistische Klimmzüge erfordert und viele Interimslösungen mit Umzügen. Dem pflichtete Wolfgang Dalm von der Kreisbau Filstal bei, die das Ärztehaus mitprojektierte und finanzierte. 96,5 Prozent der Flächen sind vermietet, bilanzierte Dalm. Im Gesundheitszentrum würden von Mietern und Klinik wichtige bautechnische Einrichtungen gemeinsam genutzt.

"Wir können stolz auf das sein, was entstanden ist," sagte Dr. Axel Beck, der für die Mieter im Gesundheitszentrum sprach. Immer mehr niedergelassene Ärzte würden aufhören, junge Ärzte wollten die Bürde einer Einzelpraxis nicht mehr tragen, der Strukturwandel sei tiefgreifend. Deshalb ist Beck ein Verfechter von Ärztehäusern und Gemeinschaftspraxen. Und er befürwortet nachdrücklich die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung. An die neue interdisziplinäre Notfallaufnahme und an die Ambulanzen der Klinik könne der Notdienst der niedergelassenen Ärzte angedockt werden, sagte Beck und sprach damit ein heißes Eisen an.

Architekt Albrecht Randecker erläuterte kurz sein Konzept: Bindeglied zwischen Stationen, Ambulanzen und Ärztehaus sei der großzügige Eingangsbereich. Ein Patient solle sich schnell zurechtfinden. Das lichtdurchflutete Foyer solle freundlich und einladend wirken.

OB-Stellvertreter Holger Scheible überbrachte für die Stadt die "Glückwünsche zu diesem gelungenen Werk". Er dankte Landrat und Kreistag für das klare Bekenntnis "zu einer Klinik an zwei Standorten". Für seine abschließenden Anmerkungen in Versform erhielt er viel Applaus. Er selbst sehe die Kreisumlage, die Städte und Gemeinden bezahlen müssen, nicht kritisch, sagte Scheible, solange sie zum richtigen Zweck und an der richtigen Stelle eingesetzt werde. Geislingen sei allemal die richtige Stelle, merkte er an.

Nach Einschätzung des Ärztlichen Direktors der Helfenstein Klinik, Professor Dr. Andreas Schuler, verfügt die Helfenstein Klinik nun über "exzellente räumliche Voraussetzungen", um mit "modernster Medizin auf hohem Niveau und mit viel Zuwendung" den Menschen helfen zu können. Das sehe sein Team als Aufgabe und Verpflichtung.

Info Am heutigen Samstag ist von 11 bis 17 Uhr ein Tag der offenen Tür im neuen Gesundheitszentrum und in ausgewählten Fachbereichen im Altbau der Helfenstein Klinik.

Am Donnerstag, 10. Oktober, berichtet 3Sat in seiner Sendung "nano" um 18.30 Uhr über moderne Diagnostik an der Helfenstein Klinik.

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