Minister fordert mehr Soziale Marktwirtschaft

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Eine Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft hat Landesfinanz- und -wirtschaftsminister Nils Schmid beim ersten Bad Boller Wirtschaftsgespräch in der Evangelischen Akademie gefordert. "Leider mussten wir in den vergangenen Jahren beobachten, wie die Marktwirtschaft immer stärker wurde - und das Soziale schwächer." Notwendig seien neue Regeln, die das Funktionieren der Finanzmärkte sicherstellten. Menschen, die in Vollzeit arbeiten, müssten von ihrem Lohn anständig leben können. "Wir brauchen Standards für Arbeitsbedingungen in Europa und darüber hinaus", so der Minister. Ferner müsse man das geistige Eigentum schützen, damit sich "Innovationen für unsere Tüftler und Denker auch lohnen".

Auch Leni Breymaier, Landesvorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, unterstrich das Tagungsthema "Soziale Marktwirtschaft neu denken". Der Altar, auf dem der gerechte Anteil und die berechtigten Interessen der abhängig Beschäftigten geopfert würden, trage immer neue Namen: Globalisierung, Finanzkrise, Eurokrise, Staatsschuldenkrise, Schuldenbremse. Breymaier: "Soziale Marktwirtschaft heißt, die Menschen vor der Radikalität der Märkte zu schützen, nicht umgekehrt." Die Akademie erinnert mit der Tagung auch an die Anfänge der Sozialen Marktwirtschaft vor 70 Jahren.

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