Gastkommentar: Dorfladen ist mehr als nur Nahversorgung

Die Neueröffnung des Dorfladens in Aufhausen stimmt Ortsvorsteher Ludwig Kraus glücklich. Warum der Dorfladen so wichtig ist, erklärt er in seinem Gastkommentar.

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Ich freue mich und bin froh, dass nun nach rund 15 Jahren die Nahversorgung im Geislinger Stadtbezirk Aufhausen wieder gegeben ist. Mit der heutigen Eröffnung des Dorf­ladens haben die Bürgerinnen und Bürger wieder die Möglichkeit einzukaufen.

Hiervon profitieren sicherlich die älteren Menschen am meisten. Vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Gesellschaft ist die Nahversorgung in zweierlei Hinsicht bedeutsam. Zum einen geht es beim Einkaufen um die reine Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs, aber auch um Kontakte, darum, sich zum Schwätzchen zu treffen und die soziale Gemeinschaft zu pflegen. Hierin sehe ich auch die Möglichkeit und die Chance ältere, eventuell schon allein lebende Menschen vor einer drohenden Vereinsamung schützen zu können.

Aber auch die Jüngsten in unserer Gesellschaft sind Nutznießer. Kinder lernen wieder, selbst vor Ort einkaufen zu gehen, finden Spaß und Freude daran und lernen so leichter den Umgang mit Geld. Wer von uns ist nicht als Kind gerne in einen Laden gegangen?

Deshalb gewinnen aus meiner Sicht zukünftig die Dorfläden in kleineren Gemeinden mehr und mehr an Bedeutung. Denn durch sie begegnen wir der Gefahr, dass Dörfer wegen einer fehlenden Infrastruktur ausbluten. 

Wir sind glücklich und stolz, dass wir es geschafft haben und so dem langjährigen Trend entgegenwirken, dass immer mehr Tante-Emma-Läden schließen. Mit dem gezeigten bürgerschaftlichem Engagement – mehr als 5000 Arbeitsstunden – ist uns dieses Projekt gelungen. Dafür sei allen gedankt.

Nun liegt es an der Bevölkerung, das Geschaffene anzunehmen und erfolgreich in die Zukunft zu führen, aber auch die geleistete Arbeit durch ihren Einkauf wertzuschätzen. Denn auch das ist ein Stück gelebte Sozialgemeinschaft.

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