Lob für Wohnungsunternehmen GSW

Sie bietet Wohnungen zu Sozialmieten, modernisiert im großen Stil ihren Gebäudebestand - und baut zugleich noch Schulden ab: Für diese Leistung erntete die GSW jüngst im Geislinger Gemeinderat viel Lob.

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Preiswertes Idyll: Die GSW hat die Siedlungshäuschen vollends renoviert.  Foto: 

Die städtische Geislinger Siedlungs- und Wohnungsbau (GSW) war vor rund 15 Jahren in finanzielle Schieflage geraten, als sie wegen der enormen Wohnungsnot die teure Kanalbebauung stemmte. Diese Zeiten sind vorüber, Wohnungsnot gibt es in Geislingen nicht mehr und die GSW hat sich konsolidiert. "Wir sind mit unserer Tochter GSW mehr als zufrieden", unterstrich Oberbürgermeister Wolfgang Amann, als GSW-Geschäftsführer Peter Ströhle jüngst im Gemeinderat die Eckdaten der Bilanz von 2012 erläuterte. Einige Beispiele:

Der GSW gehören rund 1700 Mietwohnungen. Die Miete liegt im Durchschnitt unter vier Euro pro Quadratmeter. Aufgrund zweckgebundener günstiger Baukredite gelten bei zwei Dritteln der GSW-Wohnungen Sozialmieten. Und bei gerade renovierten Siedlungshäuschen beträgt die Miete sechs Euro, in hergerichteten Wohnungen in der Vorderen Siedlung 4,15 Euro. Die Mietpreise auf dem freien Markt liegen laut Ströhle deutlich über fünf Euro.

Im vergangenen Jahr steckte die GSW 3,28 Millionen Euro in Instandhaltung und Modernisierung ihres Wohnungsbestandes. Leicht gemacht wird der GSW die energetische Sanierung durch ein Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau mit extrem günstigen Kreditkonditionen (0,5 Prozent fest auf zehn Jahre). In zehn Jahren gab die GSW für Modernisierungen 22 Millionen Euro aus.

Die konsequente Modernisierung ist nach Einschätzung Ströhles notwendig, damit Wohnungen vermietbar sind. Das sind derzeit Altbauten in den Bruckwiesen nicht mehr. Der Wohnungs-Leerstand beträgt 8,4 Prozent (darunter auch gewollter Leerstand vor der Modernisierung) - Tendenz sinkend.

Die GSW hat mit den Kopfhäuschen in der Rathenaustraße die Sanierung der Hinteren Siedlung abgeschlossen. "Sie wurde ein Schmuckstück", lobte das Roland Funk (FW). Dortige Häuschen verkauft die GSW auch - zum mehrfachen Nutzen: Die GSW verbessert durch die Einnahmen ihre Bilanz; die Sozialstruktur der Bewohner wird durchmischt; und es entspricht dem Auftrag der GSW, Mietern zu Wohneigentum zu verhelfen. Das niedere Zinsniveau erleichtert das. Ströhle rechnet vor: Je nach Grundstücksgröße werden renovierte Siedlungshäuschen zwischen 105 000 und 145 000 Euro verkauft; mit der gesparten Miete könne der Eigentümer sein Haus finanzieren.

Angedacht sind, laut Ströhle, weitere 120 Studentenwohnungen. Für behindertengerechte Wohnungen seien Altbauten meist nicht geeignet, wohl aber strebe die GSW altengerechte Wohnungen an. Für ein generationenübergreifendes Wohnprojekt sucht man Teilnehmer.

Aus der Hausbewirtschaftung nahm die GSW im vergangenen Jahr 7,68 Millionen Euro ein; die Mietausfälle reduzierten sich auf 65.000 Euro. Die Personalkosten betrugen knapp 850 000 Euro. Die GSW erwirtschaftete einen Bilanzgewinn von knapp 340.000 Euro. Die Eigenkapitalquote, die einst auf unter 20 Prozent abgerutscht war, liegt nun bei 24 Prozent. Die langfristigen Kredite summieren sich auf 34 Millionen Euro, 1,3 Millionen Euro Zinsen zahlte die GSW.

Den Vergleich mit anderen kommunalen Wohnungsunternehmen brauche die GSW nicht zu scheuen, erläuterte Ströhle anhand von Kennzahlen dar: "Die GSW spielt mit bei der Musik." "Unglaublich engagiert wurde eine tolle Arbeit geleistet", lobte der OB die GSW. "Eine segensreiche soziale Einrichtung" nannte Dr. Hansjürgen Gölz (SPD) die GSW. Das Unternehmen sei wieder im Lot und erfülle seine Hauptaufgabe, preiswert hochwertigen Wohnraum zu bieten, stellte Holger Scheible (CDU) zufrieden fest.

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