Kreissparkasse im Aufwind

Rekordverdächtiger Zuwachs bei den Kundeneinlagen, mehr Girokonten, steigendes Kreditvolumen, gute Ertragslage: Die Kreissparkasse Göppingen blickt zufrieden auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

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Der Vorstand der Göppinger Kreissparkasse hat Grund zum Strahlen: (von links) Joachim Müller, Klaus Meissner und Dr. Hariolf Teufel. Foto: Giacinto Carlucci

Dank des rasanten Expansionstempos präsentierte sich die Wirtschaft im Landkreis im vergangenen Jahr in ausgezeichneter Verfassung: gut gefüllte Auftragsbücher, sprudelnde Umsätze und Gewinne, eine sehr niedrige Arbeitslosenquote und viele Menschen, die mehr Geld in der Tasche hatten und Lust verspürten, es auszugeben. Von dieser positiven Entwicklung profitierte auch die Kreissparkasse Göppingen, die gestern ihre Bilanz für 2011 vorlegte. "Es war für uns ein sehr erfreuliches, erfolgreiches Jahr", fasste Vorstandssprecher Dr. Hariolf Teufel zusammen, der mit seinen Vorstandskollegen Joachim Müller und Klaus Meissner die Zahlen erstmals im vor wenigen Monaten bezogenen Neubau präsentierte.

Signifikant ist der hohe Zuwachs der Gesamteinlagen: Sie stiegen erneut um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 3487,2 Millionen Euro. "Im Kundengeschäft, also ohne institutionelle Anleger, stiegen die Einlagen gegenüber 2010 sogar um rekordverdächtige 7,1 Prozent", unterstrich Teufel. Der Vorstandssprecher führte dies auf das "hohe Vertrauen der Wirtschaft und der Bürger im Landkreis Göppingen auf die Kreissparkasse vor Ort" zurück. Die Kunden suchten nicht ausschließlich die höchsten Renditen, sondern achteten auch verstärkt auf die Sicherheit ihrer Geldanlage, erklärte Teufel diesen Trend. "Dagegen war 2011 kein typisches Wertpapierjahr", fügte der Vorstandssprecher hinzu. Der Umsatz stagnierte in diesem Bereich, da die Kunden wegen der Finanz- und Verschuldungskrise eher auf sichere Anlagen setzten.

Zufrieden zeigte sich der Vorstand wiederum mit der Entwicklung der Kreditvergaben: Hier verzeichnete die Chefetage der Kreissparkasse insgesamt - also Kredite sowohl an Geschäfts- als auch an Privatkunden - einen Zuwachs von 4,6 Prozent beziehungsweise 147 Millionen Euro. "Wir haben hier jedes Jahr ordentliche Zuwächse und dafür gesorgt, dass keine Kreditklemme entsteht", betonte Teufel. Besonders stark sei das Wachstum bei den mittelständischen Unternehmen und Selbstständigen - auch hier schlug die gute Konjunktur zu Buche. Das Immobiliengeschäft brummte 2011 gewaltig, was sich in der Bilanz der Kreissparkasse widerspiegelt: Die Kredite für den privaten Wohnungsbau stiegen um 1,6 Prozent.

Beim Blick in die Zukunft wird dem Vorstandssprecher nicht bange, auch wenn er für dieses Jahr einen leichten Abschwung erwartet. Die Auftragslage der Firmen im Filstal hält er aber für "robust genug", um diese Delle zu überstehen. Eine weitere Herausforderung sieht Hariolf Teufel im demografischen Wandel: "Der Wettbewerb um junge Leute wird immer größer." Der größte Ausbilder und Arbeitgeber unter den Finanzleistern im Landkreis bildet aktuell 100 junge Menschen aus, 2012 werden es 50 statt 40 sein. Zudem will die Kreissparkasse weiterhin kräftig investieren: Neben der Zentrale sollen in den kommenden Jahren 15 Geschäftsstellen auf Vordermann gebracht werden. Auch an ihrem gesellschaftlichen Engagement - im Jahr 2011 hat die Bank 1,6 Millionen Euro gespendet - will die Kreissparkasse festhalten.

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