KOMMENTAR · HELFENSTEIN KLINIK: Ein Pflock ist eingerammt

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Alle Achtung! Das neue Gesundheitszentrum an der Helfenstein Klinik Geislingen ist schon fertig. Was da entstanden ist, ist beeindruckend. 24 Millionen Euro investierten der Kreis, die Alb Fils Kliniken und die Kreisbau Filstal in dieses Projekt, das sie in gut zweieinhalb Jahren in die Tat umgesetzt haben. Das Bauwerk und die Absichten, die damit verfolgt werden, überzeugen in mehrfacher Hinsicht.

Es entstand ein architektonisch prägnanter Neubau. Innen überrascht das Foyer: Großzügig, hell, und freundlich wirkt es, einladend sind die Aufenthaltsbereiche und Innenhöfe, ebenso die Behandlungszimmer und Praxen.

Die Klinik verfügt nun über eine zentrale Patientenaufnahme. Die Besucher können an der Informationstheke dort hinverwiesen werden, wohin sie wollen: Zur ambulanten Untersuchung in der Klinik, zu Krankenstationen oder zu Sprechstunden und Untersuchungen bei niedergelassenen Ärzten. Logisch und effizient sind nun Arbeitsabläufe. Die zentrale Notfallaufnahme ist komplett neu, auch die Ambulanzen mit den angeschlossenen Diagnoseeinrichtungen. Im Gebäudebestand der Klinik wurden und werden einige Funktionsbereiche modernisiert: zum einen die Endoskopie - ein Aushängeschild der Helfenstein Klinik; zum anderen die Intensivstation, die Ende des Monats bezugsfertig ist. Die Verzahnung zwischen stationärem und ambulantem Bereich wird komplettiert durch das Ärztehaus mit Praxen niedergelassener Fachärzte und Gesundheitsdienstleistern.

Hier wurde ein zukunftsweisendes Konzept verwirklicht. Nach der Schließung der Geburtshilfe hat der Landkreis Wort gehalten und umgehend das Gesundheitszentrum in die Tat umgesetzt. Man darf es dem Landkreis abnehmen, dass er damit den Klinikstandort Geislingen sichern und zukunftsfähig machen will. Mit dem Gesundheitszentrum ist ein Pflock eingerammt. Ebenso ernst ist es den Ärzten um ihren Chef Professor Dr. Schuler, durch fachliche Kompetenz und Spezialisierung das Ihre zur Erhaltung der Klinik beizutragen.

Dennoch war es natürlich ein Nadelstich in eine alte Wunde, als Ministerpräsident Kretschmann jüngst bei seinem Kreisbesuch kritisch nachfragte, ob es denn zwei Klinikstandorte im Kreis brauche. Schließungsängsten können übrigens auch die Einwohner im Raum Geislingen entgegenwirken, indem sie ihre Klinik hochhalten, sie als Patienten aufsuchen und weiterempfehlen. Schon heute beim Tag der offenen Tür kann die Bevölkerung mit massenhaftem Besuch ihre Verbundenheit zeigen. RODERICH SCHMAUZ

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