Klaus Nuding verabschiedet sich von seiner Albert-Einstein-Schule

Nach 29 Jahren als Schulleiter der Albert-Einstein-Schule wurde Rektor Klaus Nuding am Donnerstagnachmittag feierlich verabschiedet.

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  • Die zahlreichen lebendigen und musikalisch-fröhlichen Einsätze seiner Schüler erleichterten Klaus Nuding den Abschied genauso wie die humorvollen Abschiedsreden verschiedener Gäste.  1/2
    Die zahlreichen lebendigen und musikalisch-fröhlichen Einsätze seiner Schüler erleichterten Klaus Nuding den Abschied genauso wie die humorvollen Abschiedsreden verschiedener Gäste.  Foto: 
  • Nuding behandelte seine Kollegen mit Wertschätzung. Daher halten ihm die meisten seit Jahrzehnten die Treue. 2/2
    Nuding behandelte seine Kollegen mit Wertschätzung. Daher halten ihm die meisten seit Jahrzehnten die Treue. Foto: 
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Gütig Menschlich. Ausgeglichen. Ideenreich. Konstruktiv. Kompetent. Es hagelte positive Charakterisierungen am Donnerstagnachmittag bei der offiziellen Verabschiedung von  Klaus Nuding in den Ruhestand.

29 Jahre lang leitete Nuding die Einstein-Grundschule und mit seiner ruhigen, unaufgeregten Art verlieh er ihr ein Profil. „Er ist ein Mann der leisen Töne, der sich nicht gern ins Rampenlicht stellt. Dafür überzeugte er immer mit Tatkraft und seiner Arbeit“, stellte ihm Schulamtsdirektorin Elke Weccard bei ihrer Abschiedsrede ein positives Zeugnis aus. Über die gesamte Zeit habe er es verstanden, sowohl seine Kollegen als auch die Ehrenamtlichen und sonst alle an der Schule Beteiligten mit ins Boot zu holen. „Seine christliche Einstellung war immer zu spüren – Klaus Nuding begegnete allen Menschen mit Respekt und Wertschätzung“, betonte sie.

Dass dem tatsächlich so war, machte das Lehrerkollegium deutlich. Es präsentierte am Ende eines umgedichteten Lieds die Zahl seiner Dienstmonate an der Schule: Acht der zwölf Lehrer arbeiten dort seit mehr als zehn Jahren. Nudings dienstälteste Kollegin ist sogar schon seit über 41 Jahren dabei.

So wundert es nicht, dass sich fast 100 Gäste zur Verabschiedung einfanden, die trotz des melancholischen Anlasses ein fröhliches Fest erlebten. Das war zum einen den lebendigen und musikalisch-fröhlichen Einsätzen der Schüler zu verdanken, die das Programm auflockerten. Aber auch die Abschiedsredner freuten sich auf humorvolle Weise für Klaus Nuding über seinen verdienten Ruhestand.

Mit Oberbürgermeister Frank Dehmer und mit Sascha Binder, heute SPD-Landesabgeordneter für den Wahlkreis Geislingen und Geislinger Gemeinderat, reihten sich gleich zwei Ex-Einstein-Schüler in den Reigen der Gratulanten ein. „In der von Ihnen gestalteten Chronik zu 100 Jahre Einsteinschule ist auch von mir ein Bild beim Kinderfest drin“, verriet der OB, der den Schulleiter als gütigen Menschen, „mit Betonung auf Mensch“, bezeichnete. Er bedankte sich „im Namen aller Kinder, die in Ihrer Wirkenszeit hier Schüler waren.“

Zu dieser Gruppe gehört Sascha Binder, der sich ausdrücklich dafür bedankte, einen Abschiedsgruß sagen zu dürfen. „Einen besseren Beweis dafür, dass ich als Schüler brav war, kann ich mir nicht vorstellen“, sagte er schmunzelnd. Er erinnere sich gerne an seine Grundschulzeit. „Die Schule hat sich bis heute nicht verändert“, betonte er, „aber Sie haben in der Schule viel verändert. Sie haben sich allen Herausforderungen der Zeit gestellt.“

Dekan Martin Ehrler zeigte sich froh, dass er Klaus Nuding „nur“ im Namen der Schuldekane verabschieden müsse, sich über den Unterböhringer als aktives Gemeindemitglied von Sankt Maria aber weiterhin freuen dürfe. Ehrler richtete Grüße des erkrankten Schuldekans Helmut Bertling aus, der Nuding ausdrücklich als „ideenreichen Schulleiter mit unerschütterlicher Energie“ bezeichnet habe.

Ottmar Dörrer bedankte sich in seiner Eigenschaft als geschäftsführender Schulleiter bei seinem Kollegen. „Du warst ein kreativer Schulgestalter“, lobte er im Lauf seiner Rede.

Nuding habe das Timing im Griff, erwähnte Dr. Werner Ziegler unter anderem. Ziegler ergriff als Vertreter der ehrenamtlich an der Schule Engagierten das Wort. Er ist seit fünf Jahren als Lesepate an der Einstein-Schule tätig. „Klaus Nuding kam 1988 an die Schule, als man ihn brauchte“, sagte Ziegler, „und er geht jetzt, so lange es jeder noch bedauert.“

Im Namen der Eltern wünschte die Elternbeiratsvorsitzende Janine Scherdin Gesundheit, erholsame Stunden und „dass Sie mit Schmunzeln an Ihre Zeit in der Manege zurückblicken“. Davor hatte sie Nudings alljährlichen Auftritt beim Kinderfestumzug mit Frack und Zylinder zum Anlass genommen, seine Schultätigkeit mit der eines Zirkusdirektors zu vergleichen.

„Es fällt mir nicht leicht, hier zu stehen“, bekannte der Schulleiter am Ende der Veranstaltung und bevor er zum Sturm aufs Büfett blies, „aber der Dank an so viele Menschen ist mir ein Herzensanliegen.“

Nach seiner Abschiedsrede gab es großen Applaus von den Besuchern.

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