Kirchentag "vielstimmig zur Ehre Gottes"

Wie vielfältig Kirche sein kann, stellte am Freitag und Samstag der Bezirks-Kirchentag unter Beweis. Rund um die Geislinger Stadtkirche gab es Gemeinschaft und mehrere kulturelle Höhepunkt

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. Es war heiß. Zu heiß für viele Christen aus dem Kirchenbezirk, um den ganzen Tag beim ersten Bezirks-Kirchentag in Geislingen zu verbringen. So blieb der Hock-Platz vor der Stadtkirche am Samstag tagsüber trotz der Sonnenschirme größtenteils verwaist.

Die vielfältigen kulturellen Veranstaltungen dagegen zogen sowohl am Freitagabend als auch am Samstag insgesamt über tausend Besucher an. Allein beim Eröffnungs-Gottesdienst reichten die normalen Sitzbänke in der Stadtkirche nicht aus. Links und rechts davon waren deshalb zusätzliche Stühle aufgestellt worden. Als der speziell für diesen Kirchentag ins Leben gerufene Massenchor - bestehend aus Mitgliedern fast aller Kirchenchöre aus dem Bezirk - unter der Leitung von Bezirks-Kantor Thomas Rapp sein musikalisches Gotteslob erschallen ließ, genossen nicht wenige der Anwesenden ein seltenes "Gänsehautgefühl".

"Vielstimmig zur Ehre Gottes" bezeichnete es Dekanin Gerlinde Hühn bei ihrer Begrüßung - und genauso ging es gleich weiter. Die Brenz-Band, bestehend aus Musikern mit und ohne Behinderung, begeisterte Alt und Jung mit ihrer ansteckenden Fröhlichkeit.

Dass die kühle Stadtkirche an den beiden heißen Tagen einer der angenehmsten Orte war, der gern aufgesucht wurde, zeigte auch der Samstag. Bereits zum Morgengebet um 6 Uhr fand sich ein Dutzend Christen ein. Es folgte ein "Liturgisches Morgengebet mit gregorianischen Elementen" sowie um 9 Uhr eine interessante Bibelarbeit mit Gefängnis-Pfarrer Hans-Ulrich Agster aus Stammheim. Beim Workshop "Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder" ließen sich 40 Interessierte von Thomas Rapp in das abwechslungsreiche "Gesangbuch mit neuen Liedern" einführen. Aber auch die spannenden Alternativen, die Auseinandersetzungen zu aktuellen Kirchenfragen wie "Die Kirche im Dorf lassen", "Gerechte Welt, fairer Handel - nur ein Traum?" oder die Diskussion zu "Jugendkirchen und Jugendgemeinden - Chance oder Sackgasse?" fanden Anklang.

Trotzdem war nachmittags weitaus mehr los: Professor Siegfried Zimmer sprach auf sensible und verbindende Art mit seinem Vortrag "Ist alles wahr, was in der Bibel steht?" ein heikles Thema an und zog damit über 100 Zuhörer in seinen Bann.

Als Höhepunkt des Bezirkskirchentags kann das Kinder-Musical "Das Gespenst von Canterville" bezeichnet werden (siehe Kulturteil).

Am Abend stand Kirchenkabarettist Okko Herlyn vor vollen Kirchenbänken auf der Stadtkirchenbühne (wir berichten morgen).

Der Bezirks-Kirchentag, der am Freitag volltönend vom Bezirks-Bläserteam eröffnet worden war, fand mit diesen exzellenten Bläsern unter Leitung von Axel Schlecht auch ein adäquates Ende: mit einem von ihnen begleiteten Abendliedersingen. Allerdings nicht wie geplant auf dem Kirchplatz, sondern erneut in der Kirche.

Das aufziehende Unwetter bereitete der Veranstaltung im Freien ein vorzeitiges Ende.

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