Kinderhaus am Tegelberg besteht Feuerprobe

Wie bekommen Erzieherinnen im Brandfall alle ihre Schützlinge aus dem Kindergarten heraus? Für das Kinderhaus am Tegelberg gibt es dafür einen Plan, und der wurde am Samstag getestet.

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Um 14.06 Uhr am Samstagnachmittag setzt Sabine Gräser, Leiterin des Geislinger Kinderhauses am Tegelberg, bei der Göppinger Leitstelle der Feuerwehr einen Notruf ab: In der Einrichtung, in der sich zu der Zeit rund 40 Kinder aufhalten, brenne es.

Als die Feuerwehr 20 Minuten später dort eintrifft, haben sich die Erzieherinnen und ihre Schützlinge bereits aus dem Gebäude retten können - doch ein Kind wird noch vermisst. Die beiden Atemschutztrupps der Feuerwehr erledigen im Kinderhaus routiniert ihre Arbeit: Das fehlende Kind wird aus seinem Versteck heraus in Sicherheit gebracht, der Brand schnell gelöscht.

Mit dieser Brandschutzübung endete am Samstag für die Kinder des Kinderhauses am Tegelberg das Feuerwehr-Projekt, das sie die vergangenen Wochen beschäftigte. Die Erzieherinnen wiederum erprobten ihren Rettungsplan, den sie für ihre Einrichtung mithilfe des Kommandanten der Geislinger Feuerwehr, Jörg Wagner, erarbeitet hatten. Nach und nach sollen alle Geislinger Kindergärten einen Rettungsplan erhalten.

Das am Hang liegende Gebäude stellt Rettungskräfte vor eine besondere Herausforderung: Es reicht über vier Etagen und besitzt mit seinen Baumhäusern unter den hohen Decken und seinen vielen Nischen, Ecken und Höhlen jede Menge unübersichtliche Schlupfwinkel. Speziell auf ihr Haus und ihren Tagesablauf zugeschnitten, haben die zwölf Mitarbeiter im Kinderhaus am Tegelberg ihr Rettungskonzept ausgearbeitet.

Und weil die Räumung so schnell vonstatten ging, hatten Kinder und Erzieherinnen danach noch die Zeit, den Feuerwehrmännern bei ihrer Arbeit zuzusehen.

Den Samstagnachmittag rundete ein Grillfest mit den Eltern im Garten des Kinderhauses ab. Klar, dass am Ende sämtliche Feuerstellen ordnungsgemäß gelöscht wurden. Das Kinderhaus hat seine Feuerprobe bestanden.

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