Kabelbrand löste Feuer aus

Ein Kabelbrand war wohl schuld am Feuer in der Geislinger Spedition "Wiedmann & Winz". Das haben die bisherigen Ermittlungen ergeben. Die Schadenshöhe steht aber noch immer nicht fest.

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Ein verheerender Schaden ist beim Großbrand in der Geislinger Spedition "Wiedmann & Winz" in den Geislinger Neuwiesen entstanden. Das Feuer wurde durch einen Kabelbrand ausgelöst. Foto: Markus Sontheimer

Vor zwei Monaten löste der Brand in der Werkstatthalle der Geislinger Spedition "Wiedmann & Winz" in den Neuwiesen einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Mittlerweile hat der Brandsachverständige seine Ermittlungen abgeschlossen: So wie es aussehe, werde man zwar nicht endgültig klären können, was das Feuer verursacht habe, sagt Geschäftsführer Micha Lege. Dafür habe das über 1000 Grad heiße Feuer zu viele maßgebliche Spuren verbrannt. Vieles deute aber darauf hin, dass ein Kabelbrand im elektronischen System eines Lastwagens schuld sei. "Der ganze Lkw hat Feuer gefangen und die Reifen mit angezündet", erklärt Lege. Erste Vermutungen, dass es beim Bremsentest an einem Lkw zu Funkenflug gekommen sei, hätten sich nicht bewahrheitet.

Wie hoch der Gesamtschaden ist, steht dagegen immer noch nicht fest. Lege hatte kurz nach dem Brand von 1,5 Millionen Euro gesprochen, die Zahl dann aber um eine halbe Million reduziert. "Tausenderlei Sachen sind verbrannt, deren Wert jetzt mühsam zusammengetragen werden muss", sagt der Geschäftsführer. "Es wird sicherlich noch ein paar Wochen dauern, bis wir die genaue Schadenshöhe kennen." Den Mitarbeitern, die eine Rauchgasvergiftung erlitten hatten, gehe es wieder gut.

Die vom Feuer völlig zerstörte Halle wurde vor etwa zwei Wochen abgerissen. Die Spedition nützt nach wie vor als Übergangslösung die Räume einer ehemaligen Lkw-Werkstatt in Bad Überkingen. "Wir haben durch die Entfernung gewisse Einschränkungen, aber das hält sich wirklich in Grenzen. Es funktioniert alles." Die zerstörte Halle soll auf jeden Fall auf dem Betriebsgelände von "Wiedmann & Winz" wieder aufgebaut werden - ob am gleichen Standort, ist noch offen. Das ebenfalls in Mitleidenschaft gezogene Wohnhaus werde nach wie vor genützt, so Lege. Geplant sei, die Schäden demnächst zu beseitigen. So müssten zum Beispiel Fenster ausgetauscht, die Fassade erneuert und verschmorte Elektroleitungen und Entlüftungsschächte ausgetauscht werden.

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