In Berlin hinter die Kulissen der großen Politik geschaut

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Gisela Schlegel, Annelis Paul, Klaus Riegert, Monika Zeisler und Roland Weida in der Glaskuppel des Reichstagsgebäudes.

Hinter die Kulissen schauen, wo regiert wird? Die Mechanismen konstruktiver Politik am Ort des Geschehens sozusagen hautnah erleben? Für rund 30 Teilnehmer aus dem Wahlkreis Göppingen wurde dies im Rahmen einer Informationsreise nach Berlin möglich. Mit dabei eine Abordnung des Stadtseniorenrats Geislingen. Die Reiseteilnehmer, die Bundestagsabgeordneter Klaus Riegert (CDU) aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu dieser Informationsreise eingeladen hatte, erfuhren bei dem viertägigen Informationsprogramm unter anderem wie politische Meinungs- und Mehrheitsbildung der Legislativen schließlich zu Gesetzen führt.

Die Führungen durch das Bundeskanzleramt, das Reichstagsgebäude, in dem der Bundestag seine Sitzungen abhält, sowie die anderen Einrichtungen des Regierungsviertels, die zweckorientiert ein harmonisches Ensemble bilden, lasse nun Politik besser verstehen, so die einhellige Meinung der Besuchergruppe aus dem Stauferkreis.

Ein Rundblick über die ganze Stadt von der Glaskuppel des Reichstagsgebäudes ließ den zeitweiligen Nieselregen vergessen. Nicht minder die ausgesprochen exzellente Stadtführung von Ralf Eden, einem echten Berliner Kind. Der ehemalige Lehrer, der seine Tafelkreide abgegeben und dafür als Stadtführer den zahlreichen Besuchergruppen alles Sehens- und Wissenswerte über die Großstadt an der Spree vermittelt, war in der Art seines Vor-trags bereits ein besonderes Erlebnis. Seine profunden Geschichtskenntnisse aus der Zeit von einst, bevor die Stadt zu Großberlin erklärt und Stadtbezirke wie Charlottenburg, Schöneberg und weitere Gemeinden sich kommunalpolitisch noch voneinander unterschieden, verband Stadtführer Eden mit heiteren Anekdoten und Berliner Charme.

Aus seinem facettenreich gepackten Berliner Geschichtskoffer kam viel Wissenswertes über die bewegte Geschichte der einstmals in Ost und West geteilten Bundeshauptstadt bei mehreren Rund- und Besichtigungsfahrten.

Einblicke in Abgründe des Verhaltens von Menschen, unvorstellbare Foltermethoden physischer und psychischer Art wurden von der bekannten DDR-Fernsehmoderatorin und Stasi-Inhaftierten Edda Schönherz, die später mehr als 20 Jahre für den Bayrischen Rundfunk arbei-tete, im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen nachhaltig und eindrucksvoll vermittelt.

Eine Bootsfahrt auf der Spree mit einer deftigen Brotzeit rundete die Informationstage ab. Mit bester Stimmung sowie voll gepackt mit informativen und auch heiteren Eindrücken aus der Bundeshauptstadt an Bord, chauffierte Reiner Hess aus Zell u.A. mit seinem "vip-shuttle" die Reiseteilnehmer sicher wieder zurück nach Böhmenkirch, Geislingen, Süßen, Salach, Eislingen und Göppingen.

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