HfWU-Studenten sollen im Auslandssemester Botschafter sein

HfWU-Studenten, die das kommende Semester im Ausland verbringen, tauschen sich über ihre Pläne aus. Sie sollen für ihre Hochschule werben.

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Ob die Benotung im Ausland strenger ist und welche Studienfächer sich kombinieren lassen – über Fragen wie diese unterhalten sich Alexandra Müller, Jutta Schnell, Luisa Bing und Gisela Zimmermann (von links) an der HfWU in Geislingen.  Foto: 

Dass sie das nächste Semester im australischen Melbourne anstatt in Geislingen verbringt, ist für Simone Schäfer ganz schön aufregend. Die 21-Jährige, die an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Geislingen Immobilienwirtschaft studiert, will’s wissen: „Ich dachte mir, wenn ich schon gehe, dann richtig weit weg“, sagt sie.

Bei einem Treffen vor dem Hochschulgebäude in der Geislinger Parkstraße tauscht sich Simone Schäfer mit anderen „Outgoings“ über die Pläne und Erwartungen aus. Für die Studenten, die zum Wintersemester 2017/18 ins Auslandssemester starten, hat die HfWU am Dienstag Stehtische mit Flaggen unterschiedlicher Länder und einen Stand mit Waffeln und Kaffee aufgebaut.

Auch auf Jutta Schnell, Leiterin des International Office und Mitorganisatorin des Treffens, und ihre Kollegin Gisela Zimmermann kommen viele der „Outgoings“ zu. Sie wollen Fragen klären und sich Tipps holen. Luisa Bing wird in Chile studieren, wo Geislingen neuerdings eine Partnerhochschule hat. „Sie ist unser Versuchskaninchen“, sagt Gisela Zimmermann und lacht. Die meisten Studenten wählten Partnerhochschulen in Europa aus, aber Südamerika und die USA sowie Australien seien durchaus auch beliebt.

Die 22-jährige Luisa Bing will wissen, ob sich der Notenschnitt durch ein Auslandssemester verschlechtert. Das könne man nicht pauschal sagen, erklärt Gisela Zimmermann: „Man muss was tun, aber dann klappt’s auch.“

Auch Alexandra Müller hat eine Zusage für Chile bekommen und hofft, dass ihre Spanischkenntnisse ausreichen. „Aber man sieht uns ja schon an, dass wir Ausländer sind, und dann sprechen die Leute langsamer“, sagt die 22-Jährige. Außerdem hat sie schon ein halbes Jahr in Ecuador gelebt und dort einen Freiwilligendienst im Dschungel abgeleistet. Das sei ein großer Vorteil, sagt Jutta Schnell: Wer die Landessprache spreche, stoße gleich auf positive Resonanz.

Welche Fächer an der Partnerhochschule in Chile zu ihrem Studiengang Gesundheits- und Tourismusmanagement passen, hat Alexandra Müller schon herausgefunden: Vorlesungen über chilenische Sehenswürdigkeiten reizen die 22-Jährige. Dabei erfährt sie zugleich, wohin sich Ausflüge am Wochenende lohnen. „Ich möchte Land und Leute kennenlernen“ , sagt die Studentin. Aber auch die Landschaft in unterschiedlichen Klimazonen will sie erkunden.

Eine fremde Kultur und Mentalität machen auch Florian Eberhard neugierig auf sein Auslandssemester, das ihn nach Vietnam führen wird. „Hier essen wir mit Messer und Gabel, dort meistens mit Stäbchen“, sagt der 23-Jährige, der im siebten Semester Energie- und Ressourcenmanagement studiert. Er war noch nie in Südostasien, hat aber während seines Praxissemesters in einem deutschen Unternehmen Kontakte dorthin knüpfen können.

Sich vor dem Auslandsaufenthalt zu informieren, ist aber nicht der einzige Zweck der Veranstaltung: „Wir wollen die Studenten als Botschafter entsenden“, sagt Jutta Schnell. Die 90 Studenten aus Geislingen, die es zum Wintersemester nach Australien, Spanien, Chile oder woandershin verschlägt, sollen dort Deutschland, Geislingen und die HfWU vertreten, betont Schnell. Deshalb bekommen alle, die zu dem Treffen gekommen sind, einen kleinen Rucksack mit Hochschul-Logo geschenkt. Die ausländischen Studenten an den Partnerhochschulen sollen von der HfWU erfahren und Lust bekommen, ein Semester in Geislingen oder Nürtingen zu verbringen, sagt die Leiterin des International Office. Denn nur so – im Tauschverfahren – werden überhaupt Plätze frei für deutsche Studenten.

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