GZ-Aktion: Ehrenamtliche helfen Flüchtlingen bei der Job-Suche

Caritas und Diakonie stellen sich auf jetzt aktuelle Probleme der Flüchtlinge ein und wollen ihnen einen Treffpunkt bieten, in dem sie Unterstützung erhalten.

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Simone Zwicker (links)  von der Diakonie-Bezirksstelle und Petra Krieg von „Caritasdienste in der Flüchtlingsarbeit“ in dem Büroraum, in dem der Treffpunkt „Dreimal B“ entstehen soll.  Foto: 

Seit gut zwei Jahren ist ein Großteil der geflüchteten Menschen inzwischen in Deutschland. Die meisten haben Deutschkurse absolviert, erste Beziehungen zu Deutschen geknüpft, sie haben ihre Asylverfahren hinter sich gebracht, wissen, wo und wie man in Deutschland einkauft, zum Arzt geht und so weiter.

Damit verändern sich auch die Aufgaben der Ehrenamtlichen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, diesen Neuankömmlingen zu helfen und ihnen den Start in ein neues Leben zu erleichtern. Damit sie sich in Deutschland weiter integrieren, brauchen die Flüchtlinge nach wie vor Begleitung, auch – oder gerade – wenn sie aus den Gemeinschaftsunterkünften ausgezogen sind.

„Jetzt geht es um Behördengänge, um Arbeitssuche, um die Bewerbungen dafür“, macht Petra Krieg deutlich, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Fabian ­Schaeberle bei der Caritas für die Flüchtlingsarbeit zuständig ist. Viele Ehrenamtliche können ein Lied davon singen, wie diffizil diese Herausforderungen selbst für die deutschen Helfer sind. So mancher hat sich in den vergangenen Monaten durch die Behörden-Labyrinthe gequält.

Deshalb haben sich die katholische Caritas und die evangelische Diakonie zusammengetan. Sie wollen einen regelmäßigen Anlaufpunkt bieten, zu dem die geflüchteten Menschen ohne Anmeldung kommen dürfen. „Treffpunkt Dreimal  B“ soll das neue Angebot heißen. Die drei Bs stehen für Behörden, Beratung und Bewerbung. Ein früherer „Arbeitstitel“ für das Projekt war Job-Café.

Hilfe  zur Selbsthilfe

Dort sollen sie auf Ehrenamtliche treffen, die für diese Aufgabe speziell geschult wurden – also genau wissen, worauf es bei einer Bewerbung ankommt, wie ein Kindergeld-Antrag oder andere Formulare ausgefüllt werden oder wohin sie sich wegen einer Arbeitsanfrage wenden können. Sie beraten über Berufe in Deutschland, helfen bei der Wohnungssuche, fördern die Flüchtlinge bei der Selbsthilfe, helfen bei der Antragstellung für Sozialleistungen.

„Wir kooperieren dafür mit den Integrationsmanagern, die es ab kommendem Jahr vom Land geben soll, aber auch mit dem Job-Center, mit dem Arbeitskreis Asyl in Geislingen oder mit den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden in Geislingen“, erläutert Petra Krieg.

Mit diesem Treffpunkt sollen gleich zwei Schwierigkeiten gelöst werden: Zum einen gibt es einen festen, kostenlosen Anlaufpunkt für die Menschen mit Fluchterfahrung, zum anderen können sich all die Ehrenamtlichen schulen lassen, die gern weiterhin helfen wollen, aber eventuell von der Bürokratie überfordert sind. „Mit einem solchen Treffpunkt können auch die Ehrenamtlichen helfen, denen es zeitlich zu viel ist, sich intensiv um eine einzelne Familie oder eine einzelne Person zu kümmern“, sagt Krieg.

Fortbildung für Ehrenamtliche

Sie hofft auf einen Ehrenamtlichen-Stamm, der aus mindestens sechs Helfern besteht, um den Treffpunkt verlässlich anbieten zu können. „An welchem Tag genau der Treffpunkt für die Beratung und Begleitung sein wird, hängt dann davon ab, wann diese Ehrenamtlichen Zeit haben“, sagt Simone Zwicker von der Diakonie. Die Räumlichkeiten dagegen stehen schon fest: die Besprechungen werden im Büroraum in der Diakonie-Wohnung neben dem Kaffeehaus der Diakonie stattfinden. „Dort gibt es dann auch zwei oder drei Laptops, WLAN, Drucker und Telefon, so dass Recherchen möglich sind“, beschreibt sie.

Die Ehrenamtlichen, so Petra Krieg, erhalten regelmäßige Fortbildungen, ihre Auslagen werden ihnen ersetzt, sie treffen sich bei einem monatlichen Stammtisch, um sich auszutauschen und sie erhalten ein „Patenhandbuch“, in dem alle wichtigen Unterlagen und Ansprechpartner zu finden sind.

Für all das benötigen die kirchlichen Institutionen eine finanzielle Unterstützung und freuen sich deshalb, dass sie bei der GZ-Weihnachtsaktion mit im Boot sind.

Info Bei Interesse an diesem Ehrenamt gibt es weitere Informationen bei: Fabian Schaeberle (07161) 6 58 58 19 oder E-Mail: schaeberle.f@caritas-fils-neckar-alb.de oder bei Petra Krieg (07161) 6 58 58 21 oder per E-Mail: krieg@caritas-fils-neckar-alb.de

Helfen
Mit Veranstaltungen können  Sie die Projekte der GZ-Weihnachtsaktion unterstützen. Möglich sind beispielsweise Konzerte, Kabarett-Abende, Benefiz-Essen, Basare, Partys oder Tombolas – zum Beispiel im Betrieb oder im Verein.

Geldspenden
Sie können entscheiden, ob Sie für alle Projekte spenden oder für einzelne.

Die Spendenkonten sind: Kreissparkasse Göppingen IBAN: DE24 6105 0000 
0006 0770 99
Volksbank Göppingen
IBAN: DE14 6106 0500
0608 0000 00
Jeder Spender wird in der GEISLINGER ZEITUNG ­genannt und erhält auf Wunsch eine Spendenbescheinigung (bitte Adresse angeben). Anonyme Spenden sind auch möglich (dies bitte auf der Überweisung vermerken).

Sachspenden
Auch für die Tombola der GEISLINGER ZEITUNG beim Weihnachtsmarkt in der Geislinger Altstadt vom 15. bis 17. Dezember sind wir wieder ganz stark auf Ihre Unterstützung angewiesen. Verlost werden sowohl  Sachspenden als auch Gutscheine.
Unsere Sekretärinnen bitten momentan Geschäftsleute aus Geislingen und Umgebung telefonisch um Unterstützung. Wer etwas spenden möchte, kann sich gerne beim Redaktions­sekretariat melden, unter der Rufnummer
☎ (07331) 202-42

Kontakt
Bei allen Fragen und Ideen rund um die GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“ können Sie sich an die GZ-Volontärin Stefanie Schmidt wenden. Kontakt: ☎ (07331) 202-41 oder per E-Mail:
s.schmidt@swp.de

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