Grünen-Politikerin Brigitte Lösch informiert sich in Geislingen über Kinder- und Familienzentren

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Die Grünen-Politikerin Brigitte Lösch (Bildmitte, hinten) schaut sich das Eltern-Kind-Turnen an, ein Angebot des Kinder- und Familienzentrums in der Kita Einsteinschule.  Foto: 

Das Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ) im Kindergarten „Einsteinschule“ war Treffpunkt für die Grünen-Landespolitikerin Brigitte Lösch und einige ihrer Parteikollegen aus dem Kreis Göppingen. Als Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag ist die Ex-Geislingerin Lösch mit dem Thema niedrigschwellige Begegnungs- und Erfahrungsorte vertraut. Bei einer Fachtagung im Landtag im März war darüber diskutiert worden, wie Familien in ihrem Alltag unterstützt werden können.

Bei dieser Fachtagung war Brigitte Lösch mit Elke Klüver, der Leiterin des Kinder- und Familienzentrums (Kifaz) im Kinderhaus der kleinen Siedlungsstrolche, sowie mit Markus Mitterhofer, dem Leiter des Kifaz im Einsteinschul-Kindergarten, ins Gespräch gekommen. Dadurch hatte sie erfahren, dass sich gleich zwei der vom Land unterstützten 91 Einrichtungen in Geislingen befinden. Für Brigitte Lösch ein Grund, wie sie sagte, „vor Ort mit Praktikern zu reden und die Ergebnisse in die Diskussionen mit einfließen zu lassen“.

Zunächst führte Markus Mitterhofer die Gäste – darunter Geislingens Oberbürgermeister Frank Dehmer, der Göppinger Grünen-Landtagsabgeordnete Alexander Maier, der Geislinger GAL-Gemeinderat Bernhard Lehle sowie Dietrich Burchard, Grünen-Bundestagskandidat des Wahlkreises Göppingen – durch seine Einrichtung. „Das Kinder- und Familienzentrum ist ein Teil innerhalb der Kindertagesstätte“, erklärte Mitterhofer. Als Beispiel eines der Projekte nannte er das Mutter-Kind-Turnen. Dabei konnten sich die Besucher auch gleich vor Ort einen Eindruck machen, wie sich Mütter mit ihren Kindern beschäftigen und sie zum Sport animieren.

Bei den Kinder- und Familienzentren geht es darum – das wurde im anschließenden Gespräch deutlich – die Eltern der Kinder in der eigenen Einrichtung zu unterstützen und zu beraten. Darüber hinaus sind die Familienangebote auch Familien aus der Nachbarschaft, also im gesamten Quartier, zugänglich. (siehe Info-Box). Durch die enge Vernetzung mit einer Vielfalt von Partnern in der Kinder- und Jugendhilfe, mit Familienbildungsstätten oder mit Beratungsstellen entwickeln sich die Familienzentren zu Mittelpunkten der Bildungsarbeit – und zwar zu niedrigschwelligen Mittelpunkten, weil die Elternteile sowieso dort sind und dann ins Alltagsgespräch mit den Erzieherinnen ihre Sorgen oder Fragen einfließen lassen können.

Das Kinderhaus der kleinen Siedlungsstrolche entwickelt das Projekt Kifaz bereits seit vier Jahren, das Zentrum im Einstein-Kindergarten hat sich im vergangenen September auf diesen Weg gemacht. Beide Einrichtungen arbeiten dabei eng zusammen. „Wir wollen, dass sich Eltern mit ihren Interessen einbringen und wertgeschätzt fühlen“, betonte Elke Klüver.

Die beiden Familienzentren wurden 2016 mit jeweils 10 000 Euro vom Land für diese spezielle Arbeit bezuschusst und haben jetzt  auch für das laufende Jahr die Zusage, die Förderung wieder zu erhalten. Mitterhofer machte in der Runde deutlich, dass es für die Familienzentren problematisch sei, dass diese Förderung erst im jeweils neuen Jahr erneut beantragt werden dürfe und es dann Monate dauere, bis sie offiziell genehmigt werde.

Brigitte Lösch betonte, dass es in dieser Sache momentan konzeptionelle Beratungen gebe, um die Nachhaltigkeit zu ermöglichen. „Wir sind dabei, Eckpunkte und Förderkriterien zu entwickeln, die sowohl für städtische Einrichtungen passen als auch für Familienzentren auf dem Land“, erläuterte sie.

Dietrich Burchard bezeichnete das „Geislinger Erfolgsmodell“ als „Rückenwind für die Diskussion auf Landesebene“, weil dort deutlich werde, dass die Angebote in den Zielgruppen angenommen und akzeptiert werden.

Info Die Ansprechpartner:
Kinderhaus der kleinen Siedlungsstrolche, Elke Klüver, ☎ (0162) 9 39 07 71
Kindertagesstätte Einsteinschule, Markus Mitterhofer, ☎ (07331) 3 05 93 54

Umfeld Die Angebote der beiden Familienzentren – Kinderhaus der kleinen Siedlungsstrolche und Kita Einsteinschule – gelten für den gesamten Sozialraum im Umfeld: Aushänge und Informationen gibt es daher auch in der Kita St. Elisabeth, im Jugendheim-Kindergarten, im Kinderhaus am Lindenhof und im Niemöller-Kindergarten.

Angebote Bisher fanden folgende Angebote statt: Mutter-Kind-Turnen, Eltern-Kind-Klettern, Kinder- und Familienbildung, Englisch-Sprachkurs für Mütter, Einzeltermine in Erziehungsberatung, interkulturelles Kochen, Deutsch-Sprachkurs für Mütter und Väter, offenes Café, Spielenachmittage für Familien, Perlenschmuck basteln, Vorträge zum Thema Erste Hilfe am Kind oder Kinderkrankheiten, ein Trommel-Kurs sowie ein Advent-Abend.

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