Graf Dracula in Lack und Leder

Torsten Moll und Dean Mihaljev vom Geislinger Theater im Sägewerk machen neugierig auf ihre neue Produktion, das Musical „Dracula“. Ab 28. April wird’s gruselig.

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Die Besucher der Auftaktveranstaltung zum Musical „Dracula“ durften einige musikalische Kostproben hören. So sang zum Beispiel Wiebke Dobbehaus das Lied „Nebel und Nacht“.  Foto: 

Es ist eine der teuersten Musicalproduktionen, die je in Geislingen gestemmt wurden: Das Musical „Dracula“ feiert am 28. April kommenden Jahres im Theater im Sägewerk Premiere. Intendant, Regisseur und Choreograf Torsten Moll sowie Dance-Captain Dean Mihaljev, der auch für das Bühnenbild und die Kostüme verantwortlich zeichnet, verrieten am Freitagabend Sponsoren und der Presse im gut beheizten Kaminzimmer des Theaters mehr von ihrer Inszenierung und den Vorbereitungen, die bereits auf Hochtouren laufen. Dabei wurde eines deutlich: Die Besucher dürfen sich schon jetzt freuen und gespannt sein auf die vierte Musicalproduktion im Theater im Sägewerk.

„Ach, wenn doch schon der 28. April wäre“, sagte Moderator Werner Ziegler auf gewohnt launige Art und Weise. Humorvoll führte er durch den unterhaltsamen Abend und betonte, dass das Theater von Torsten Moll zu Geislingen gehöre wie der Hock, die Fasnetssitzung „Kreissäge“ und das Stabhochsprung-Meeting. Es sei mittlerweile eine Säule des Kulturlebens in der Fünftälerstadt. Was der Diplom-Bühnentänzer Torsten Moll mit seinem Team aufgebaut habe und leiste, sei beachtlich und verdiene große Anerkennung.

Für die Musicalproduktion konnten sich die Verantwortlichen die Original-Broadway-Rechte sichern. „Darauf sind wir überaus stolz“, betonte Moll. Bei den Castings habe man außerdem „großartige Darsteller“ finden und schließlich „internationale Topstars“ verpflichten können. Beim Musical selbst mit seinen „wunderschönen Melodien“ handle es sich um „eines der Juwelen in der Musicalszene und ein Stück zeitgenössischer Musicalgeschichte“. Die Handlung sei dramatisch und gruselig: Eine Reihe von Frauen und Männern sehen sich der tödlichen Verführungskunst Draculas gegenüber. „Unterwegs sterben viele Leute, aber am Ende siegt die Liebe über das Böse.“ So rammt sich Dracula schließlich einen Dolch durchs Herz und wird zu Staub.

Dean Mihaljev präsentierte den Besuchern zwei üppig und detailverliebt gestaltete Kleider aus der Geislinger Musicalproduktion. Praktisch alle Kostüme werden im eigenen Hause gefertigt – bis auf das Outfit des Grafen Dracula. Mihaljev wollte dabei nicht ins Detail gehen, nannte aber die Stichworte „Peitsche, Lack und Leder“. „Um dieses Kostüm zu kaufen, müssen wir bestimmte Etablissements aufsuchen“, verriet er schmunzelnd und ließ der Fantasie der etwa 70 Besucher freien Lauf.

Was das „sehr romantische“ Bühnenbild anbelangt, dominierten die Farben Blutrot und Dunkelgrün. Im Mittelpunkt stehe das Schloss des Grafen. Außerdem gebe es zwei Ebenen und einen Balkon auf der Bühne „mit einer wunderschönen Treppe“, schwärmte Mihaljev. Eine weitere Neuerung sei, dass die Darsteller von einer Live-Band um den musikalischen Direktor Michael Lieb begleitet werden, ergänzte Moll. Außerdem seien die Zuschauerreihen im Geislinger Sägewerk neuerdings nach hinten angehoben für eine bessere Sicht auf die Bühne.

Doch es wurde nicht nur geplaudert an diesem Abend: Die Besucher durften auch drei musikalische Kostproben aus dem Musical hören. Am Keyboard begleitet von Philipp Neuberger, präsentierten stimmgewaltig und beeindruckend Robert David Marx, der den Grafen Dracula spielt, das Stück „Je länger ich lebe“, Nico Müller das Lied „Die Flamme löschen, die für Freiheit brennt“ und Wiebke Dobbehaus den Song „Nebel und Nacht“. Welch‘ grandioser Vorgeschmack! Ach, wenn doch schon der 28. April wäre. . .

Präsentation Insgesamt 23 Darsteller wirken am Musical „Dracula“ mit. Die GZ stellt die Hauptdarsteller in den nächsten Wochen in einer Serie vor. Karten gibt es auf www.theater-im-saegewerk.de im Internet.

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