Gewerbepark: Bebauungsplan wird geändert

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Im interkommunalen Gewerbepark Schwäbische Alb bei Türkheim sind künftig keine betrieblichen Wohnungen mehr zulässig. Dies war bislang auf Grundlage der Baunutzungsverordnung als Ausnahmereglung möglich – für maximal zwei Wohnungen etwa für Betriebsinhaber oder Bereitschaftspersonal. Der Zweckverband hat nun eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans beschlossen. Lediglich ein kleines Geviert am westlichen Rand bleibt von der Neuregelung unberührt.

„Mit der Änderung soll verhindert werden, dass sich Nutzungskonflikte ergeben, beispielsweise bei Nachtarbeit“, erklärt Geislingens Planungsamtsleiterin Alwine Aubele: „Es kann ja nicht sein, dass ein Betrieb Einschränkungen hat, weil nebenan jemand seine Nachtruhe will. Der Vorteil des Gewerbegebiets ist ja die Alleinlage abseits der Türkheimer Wohnbebauung.“

Warum aber hatte man nicht von vornherein, im bislang gültigen Bebauungsplan aus dem Jahr 2004, diesen Passus ausgeschlossen? „Damals war noch nicht klar, wie sich der Gewerbepark besser vermarkten lässt, ob mit betriebsbedingtem Wohnen oder ohne“, erläutert Aubele. Nun habe man sich auf Zweiteres festgelegt. Eine Änderung, durch die es keine immissionsschutzrechtlichen Einschränkungen mehr für die Betriebe gibt, bedeutet eine laut Aubele „Erweiterung des gewerblichen Nutzungsspektrums und der Entwicklungsmöglichkeiten“. Man wolle ansiedlungswilligen wie auch bereits angesiedelten Unternehmen weitreichende Nutzungsoptionen und Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

Bislang haben sich im Gewerbepark Schraden Biogas, die Energieversorger ENBW und EVF sowie das Unternehmen CNC-Technik Wierer niedergelassen. Von dem insgesamt zehn Hektar großen Gelände sind bislang 1,8 Hektar überbaut. Weitere 0,6 Hektar wird die Stewe Sondermaschinen und Werkzeuge GmbH übernehmen, die von Merklingen nach Türkheim übersiedelt. Außerdem hat ein vom Zweckverband noch nicht namentlich benanntes Bauunternehmen aus Ulm 0,4 Hek­tar im Gewerbepark gekauft.

Zusammensetzung Den Zweckverband Gewerbepark Schwäbische Alb gibt es seit 2003. Ihm gehören die Stadt Geislingen sowie die acht weiteren Gemeinden Kuchen, Bad Überkingen, Deggingen, Bad Ditzenbach, Gruibingen, Mühlhausen, Wiesensteig und Drackenstein an, außerdem der Landkreis Göppingen. Verbandsvorsitzender ist der Geislinger Oberbürgermeister Frank Dehmer.

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